US-Investor will in deutsches Glasfaser-Netz einsteigen

Zusammen mit dem niederländischen Reggeborgh will der US-Finanzinvestor KKR in ländlichen Regionen Deutschlands die Glasfasernetze ausbauen. Dazu wird KKR zum Mehrheitseigner der Deutschen Glasfaser gemacht.

Der US-Finanzinvestor KKR will mit einem niederländischen Partner die ländlichen Regionen Deutschlands über Glasfasernetze mit schnellem Internet versorgen. Dazu steigt KKR über seinen Infrastrukturfonds mit einem Mehrheitsanteil bei der Deutsche Glasfaser ein, wie die Beteiligungsgesellschaft am Montag mitteilte.

Die von dem niederländischen Infrastruktur-Investor Reggeborgh gegründete Deutsche Glasfaser hat seit 2012 nach eigenen Angaben 100.000 Haushalte und Firmen auf dem flachen Land an das Breitbandnetz angeschlossen. Für die Deutsche Telekom und die Kabelbetreiber lohnt sich der Ausbau dort häufig nicht.

KKR und Reggeborgh wollen in den nächsten Jahren zusammen 450 Millionen Euro in das Glasfasernetz investieren. „Viele Unternehmen und Bürger werden nun früher als erwartet schnelle und symmetrische Bandbreiten nutzen können“, sagte Jordi Nieuwenhuis, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser. Immer wieder seien sie von Gemeinden und Kommunen aus allen Bundesländern kontaktiert worden.

„Unsere Auftragsbücher sind mehr als gefüllt. Gemeinsam mit unseren strategischen Partnern werden wir nun zahlreiche neue Projekte initiieren und unsere Netze weiter verdichten“, so Nieuwenhuis.

In den Niederlanden hatte Reggeborgh das Glasfasernetz in der Fläche in den vergangenen Jahren ebenfalls ausgebaut. Die dortige Gesellschaft Reggefiber hatte 1,9 Millionen Haushalte angeschlossen. Der Telekommunikationskonzern KPN, seit 2008 an Reggefiber beteiligt, hatte im Herbst 2014 die Anteile von Reggeborgh für 610 Millionen Euro übernommen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Naturlich sagt:

    Russland wollte das doch machen. War doch ein Hauptgrund warum die Amis den ukrainischen Bürgerkrieg angefacht haben. Jetzt wollen sie auf sicher gehen und sich die Kommunikationsstruktur in Deutschland einverleiben, bevor es jemand anderes tut. Das meiste haben sie ja eh schon unter Kontrolle.

  2. jws1 sagt:

    Damit wir noch besser abgehört werden können. Aus dem gleichen Grund wurde damals Mannesmann Mobilfunk an Vodafone verkauft. Die Geheimdienste NSA und GCHQ haben diesen Kauf damals massiv gesponsort und Esser ‚überredet‘.

    • SELL sagt:

      Genau so sehe ich es auch!

      Kabel Deutschland Holding AG (Kabel- Internet DE) ist auch durch englischen Vodafone Group kontrolliert, und damit GCHQ Vasall, der NSA- Vasall ist.