Für Notfälle: Japaner entwickeln faltbare Auto-Brücke zum Mitnehmen

Eine mobile Brücke soll künftig in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen. Die Brücke passt in einem Pkw-Anhänger, kann wie eine Ziehharmonika auseinander gezogen werden und ist innerhalb einer Stunde verkehrsbereit.

Japanische Ingenieure haben eine mobile Brücke zum Einsatz in Katastrophengebieten entwickelt. In einem Test wurde die Mobile Bridge 4.0 ganz ohne Fundamente von einer Handvoll Leute über den Fluss Hongo in Fukuyama City in Japan gespannt. Ein Fahrzeug fuhr einfach und sicher über die Brücke und zurück.

Die Brücke ist wie eine Ziehharmonika gebaut, die wenn nötig verlängert und auseinandergezogen werden kann. Die Brückenkonstruktion verwendet dazu eine patentierte Technologie mit einer scherenartigen Struktur und einen Mechanismus, der die Brücke und ihre Fahrspuren gleichzeitig erweitert. Das System ist kompakt genug, um in einem Pkw-Anhänger transportiert zu werden und innerhalb einer Stunde aufgebaut und verkehrsbereit. Die Arbeit wurde jüngst in einem japanischen Ingenieurs-Symposium vorgestellt, so ein Bericht der BBC.

„Der entscheidende Punkt ist, wie man eine portable Brücke ausfährt. Normalerweise wird mindestens ein Kran und ein Team von Technikern benötigt, aber nicht in diesem Fall,“ so Paolo Beccarelli, Assistenzprofessor für architektonischen Strukturen an der Universität von Nottingham gegenüber der BBC. Dies ermöglicht eine schnelle und einfache Lösung, wenn Not-Brücken benötigt werden, etwa wenn Erdbeben, Überschwemmungen und Tsunamis Schäden an der Infrastruktur verursachen, die ein Durchkommen der Rettungsdienste verhindern oder zumindest verlangsamen.

Die Mobile Bridge 4.0 kann aber auch als temporäre Struktur während der Reparatur bestehender Brücken eingesetzt werden, um eine Unterbrechung des Verkehrsflusses zu vermeiden.

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