ArcelorMittal: Weltweite Stahlnachfrage lässt nach

Die weltweite Nachfrage nach Stahl geht zurück. Dem Stahlriesen ArcelorMittal zufolge werde der Stahlverbrauch 2015 stagnieren. Damit nimmt der Konzern die Wachstumsprognose von 0,5 bis 1,5 Prozent zurück.

Der Stahlriese ArcelorMittal sieht Bremsspuren in der weltweiten Nachfrage nach dem Werkstoff. Der Konzern bekräftigte zwar am Freitag seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Der globale Stahlverbrauch werde aber 2015 stagnieren. Bislang hatte ArcelorMittal ein Wachstum von 0,5 bis 1,5 Prozent erwartet. In China werde der Verbrauch nun aber wohl um bis zu einem Prozent zurückgehen und nicht wie zuvor erwartet um bis zu einem Prozent zulegen. Auch die Nachfrage in den ehemaligen Staaten der Sowjetunion und in Brasilien entwickele sich schwächer. ArcelorMittal ist mit einem Anteil von sechs bis sieben Prozent größter Stahlhersteller der Welt.

Der Konzern ist zwar nicht besonders abhängig von dem Markt in China. Die Volksrepublik spielt aber weltweit für die Branche eine große Rolle. So wächst etwa für die europäische Stahlbranche der Druck durch Konkurrenten aus China, die wegen der Schwäche zu Hause ihre Exporte erhöhen. Für Europa rechnet ArcelorMittal insgesamt mit einem Anziehen der Nachfrage.

Bei dem Stahlkocher schrumpfte im zweiten Quartal der operative Gewinn (Ebitda) um ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Dollar (knapp 1,3 Milliarden Euro). Ursache hierfür waren unter anderem Einbußen im Rohstoffgeschäft, dem der Preisverfall zu schaffen macht. Das Management bekräftigte seinen Ausblick, wonach im Gesamtjahr ein operativer Gewinn von sechs bis sieben Milliarden Dollar in den Büchern stehen wird. 2014 waren es 7,2 Milliarden Dollar. Der deutsche Branchenprimus ThyssenKrupp legt am 13. August seine Quartalszahlen vor.

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