Rekordumsatz bei Baumaschinen-Hersteller Wacker Neuson

Der Umsatz bei dem Baumaschinenhersteller Wacker Neuson wuchs um 14 Prozent auf 706 Millionen Euro. Vor allem das US-Geschäft profitierte von den niedrigen Euro-Kursen. Besonders beliebt waren kompakte Geräte wie Mini-Bagger sowie Rad- und Teleskoplader.

Dank des schwachen Euro und guter Geschäfte in Amerika hat der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson ein Rekordhalbjahr eingefahren. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 706 Millionen Euro, wie Wacker am Dienstag mitteilte. Trotz negativer Marktentwicklungen in zahlreichen Ländern, vor allem außerhalb Europas und der USA, sei das Unternehmen deutlich gewachsen, sagte Konzernchef Cem Peksaglam. Auch das operative Ergebnis (Ebit) stieg im Halbjahresvergleich – um vier Prozent auf den Rekordwert von 65,7 Millionen Euro. Jedoch sank das Betriebsergebnis im zweiten Quartal nach dem starken Vorjahresquartal um 18 Prozent.

Besonders stark wuchs Wacker in der Region Amerika und Asien/Pazifik, wobei Währungseinflüsse dem Konzern in die Hände spielten. Aber auch in Europa, wo der Konzern fast drei Viertel seiner Umsätze erzielt, wuchs Wacker um elf Prozent. Treiber war das Geschäft mit Kompaktmaschinen wie Mini-Baggern, Rad- und Teleskopladern, das nun die Hälfte der Konzernerlöse generiert.

Unter den Erwartungen seien die Erlöse mit Baugeräten wie Stampfern, Walzen oder Aufbruchhämmern geblieben. Das Unternehmen begründete dies mit dem schwierigen Marktumfeld etwa in Kanada, Brasilien, Chile, China, Australien oder Russland. Zudem wirkten sich Währungseffekte stark aus, da Wacker den Großteil der Umsätze mit Baugeräten außerhalb des Euro-Raums erwirtschaftet. Der Umsatz sank währungsbereinigt um sechs Prozent.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Wacker die Prognose. Der Umsatz soll um neun bis 13 Prozent auf 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro steigen, die Rendite (Ebit-Marge) zwischen 9,5 und 10,5 Prozent betragen. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, ein stabiles US-Geschäft, erste Anzeichen einer Besserung in diversen Krisenländern und ein stärkeres Servicegeschäft sollten sich im zweiten Halbjahr positiv auswirken.

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