Markit: Service-Sektor in Deutschland wächst stabil

Die Dienstleistungs-Firmen in Deutschland wachsen stabiler als im Rest der Euro-Zone. Der Service-Index gab Euro-weit leicht nach, blieb aber für Deutschland im Juli bei 53,8 Punkten, so das Markit-Institut. Demnach stockten viele Unternehmen hierzulande wegen neuer Aufträge ihr Personal auf und konnten auch ihre Preise erhöhen.

Die deutschen Dienstleister haben ihr Wachstum im Juli stabilisiert. Der Einkaufsmanagerindex verharrte auf dem Vormonatsniveau von 53,8 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter rund 500 Unternehmen mitteilte. Die Firmen stockten ihr Personal auf und verzeichneten Zuwächse bei neuen Aufträgen. Trotz des teils heftigen Wettbewerbs konnten einige Firmen laut Markit auch im Juli ihre Preise erhöhen. Sie befürchten allerdings, dass steigende Kosten und der zunehmende Preiskampf die Wachstumsaussichten schmälern. „Das wird deutlich, nachdem die Zuversicht im Hinblick auf die Geschäftsaussichten auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn gefallen ist“, sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Das Markit-Barometer, das Industrie und Dienstleister zusammenfasst, verharrte im Juli auf dem Vormonatsniveau von 53,7 Punkten.

Etwas schlechter sieht es bei den Nachbarländern aus: Die Dienstleister der Euro-Zone haben ihr Wachstumstempo im Juli leicht gedrosselt. Der Einkaufsmanagerindex für den Service-Sektor gab um 0,4 Punkte auf 54,0 Zähler nach, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Das Barometer hält sich seit zwei Jahren über der Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. Sehr gut laufen die Geschäfte in Spanien, wo die zweithöchste Steigerungsrate seit November 2006 erzielt wurde. Der Markit-Composite-Index, der Industrie und Servicesektor im Währungsraum zusammenfasst, gab um 0,3 Punkte auf 53,9 Zähler nach.

„Angesichts der griechischen Schuldenkrise hat sich die Euro-Zone wacker gehalten“, sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Auf Basis der aktuellen Umfrage dürfte die Wirtschaft im Euro-Raum nach Berechungen des Instituts im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zugelegt haben und mit diesem Schwung auch ins dritte Quartal gestartet sein.

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