Fraport soll griechische Flughäfen übernehmen

Die Privatisierungsbehörde in Athen verhandelt mit Fraport über den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen. Bis zum Spätherbst wolle man die Übergabe abschliessen, so ein Insider. Unter dem Druck internationaler Gläubiger treibt Griechenland auch die Privatisierung etwa des Hafens in Piräus voran.

Griechenland will die Verhandlungen über den Betrieb von 14 Regionalflughäfen durch die deutsche Fraport einem Insider zufolge bis zum Spätherbst unter Dach und Fach bringen. Zurzeit liefen die Gespräche über einen Abschluss, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch aus der Privatisierungsbehörde. „Wir hoffen, dass das im Herbst geschieht, spätestens aber im November.“ Ein Fraport-Sprecher bestätigte, dass die vertraulichen Gespräche wieder aufgenommen wurde. Details nannte er nicht. Unter anderem geht es um den Flughafen auf der Insel Korfu, der besonders von Touristen genutzt wird.

Unter dem Druck seiner internationalen Gläubiger treibt Griechenland auch die Privatisierung anderer Firmen voran. So soll das Verfahren zum Verkauf des größten Hafens Piräus bis Anfang November abgeschlossen sein, sagte der Insider. Demnach können Investoren noch bis Ende des Jahres ihre Gebote für die staatliche Eisenbahn Trainose und bis Anfang 2016 für den zweitgrößten Hafen Thessaloniki einreichen.

Dem Insider zufolge soll die bisherige Privatisierungsanstalt die Verkäufe abwickeln. Der Aufbau einer neuen Behörde würde Zeit kosten und die Privatisierungen verzögern, hieß es. Nach den Vereinbarungen des ersten Hilfspakets sollte die jetzige Behörde eigentlich 50 Milliarden Euro bis 2015 einnehmen. Letztlich erlöste sie vier Milliarden.

Griechenland verhandelt mit den Gläubigern im Moment über ein drittes Hilfspaket mit einem Umfang bis zu 86 Milliarden Euro. Die Frage nach der zuständigen Behörde hat dabei zu Verzögerungen geführt. Finanzminister Euklid Tsakalotos sagte allerdings am Dienstag, die Differenzen seien in der Frage nur gering.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Gerhard Hiller sagt:

    Das bedeutet offensichtlich, dass die Privatisierung über die IFG, Luxemburg, eine
    100% ige Tochter der KfW abgewickelt wird. Vorsitzender des Verwaltungsrats ist
    Schäuble, sein Stellvertreter ist Gabriel.
    Die Ausplünderung Griechenlands nach Vorbild der Treuhand beginnt.

  2. Leopold Franke sagt:

    Fraport soll?
    Da sollte Fraport lieber die Finger raus lassen. Da will uns Griechenland nur in die Verantwortung nehmen. Übernehmen wir den Betrieb zahlen wir da auch noch drauf, übernehmen wir den Betrieb nicht ist es Beispiel für unsinnige Privatisierungsforderungen.