SPD-Vize fordert rasche Einführung der Transaktionssteuer

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat eine schnelle Einführung der Finanztransaktionssteuer gefordert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble müsse endlich Tempo machen. Es könne nicht sein, dass sich die Verursacher der Finanzmarktkrise bei der finanziellen Lösung aus der Verantwortung drückten.

Mit der Abgabe, die lange Zeit von Deutschland und Frankreich vorangetrieben wurde, wollen die teilnehmenden Länder Börsenspekulationen eindämmen und ihre Staatskassen füllen. Schäuble zufolge wird sich die Einführung hinziehen. Der anvisierte Start 2016 sei nicht einzuhalten.

Elf Euro-Länder hatten sich zusammengefunden, um die Steuer zu verwirklichen. Bei der Ausgestaltung gab es jedoch Unstimmigkeiten. Die deutsche Finanzbranche lehnt die Abgabe an. Sie befürchtet, dass viele Geschäfte dann in andere Länder abwandern.

Auch Anlegerschützer sind kritisch. Die Steuer treffe nicht nur Banken oder Finanzinstitute, sondern alle, sagte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz der „Bild am Sonntag“. „Jeder ist betroffen – auch Lebensversicherungen oder Sparpläne.“

Kommentare

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  1. Dumpfbacke sagt:

    Na ja, beweisen kann man die Aussage ja nicht!

    – > viele Käufe und Verkäufe von Aktien „ergeben“ keine Arbeitsplätze … & wenn ja, für wen?

    Letztlich schmälert diese Steuer nur den Gewinn der „Kasinospieler“, die eh schon lange durch Computer und High Frequenzi … flüssiger als flüssig geworden sind.

  2. Leopold Franke sagt:

    Der Herr Thorsten Schäfer-Gümbel
    sollte doch mal seinen Chef fragen was er davon hält. Das belastet doch die Wirtschaft! Da kann man schon eher mit unserer Politik über Mehrwertsteuer-Erhöhung reden!