Europäische Industrie fährt Produktion zurück

Im Juni ist die Produktion von Investitionsgütern, Gebrauchs- und Verbrauchsgütern überraschend zurückgegangen. Die stärksten Rückgänge wurden in Kroatien und Portugal verzeichnet. In Deutschland ging die Produktion um 0,9 Prozent zurück.

Die Industrieproduktion in der Euro-Zone ist im Juni überraschend stark gesunken. Die Firmen stellten 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Minus von 0,2 Prozent gerechnet. Besonders in Deutschland, Frankreich und Italien stellten die Firmen weniger her. In Irland und Griechenland schwächte sich der Rückgang dagegen ab.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Kroatien (- 2,9 %), Portugal (- 2,1 %) und Irland (- 2,0 %) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse gab es in Dänemark, die Niederlande und die Slowakei. „In der EU28 ist der Rückgang um 0,2 Prozent darauf zurückzuführen, dass die Produktion von Investitionsgütern um 1,2 Prozent, von Gebrauchsgütern  um 0,4 Prozent, von Verbrauchsgütern um 0,3 Prozent und von Vorleistungsgütern um 0,1 Prozent abnahm, während die Produktion von Energie um 1,5 Prozent anstieg“, so Eurostat.

Der Produktionsrückgang in den Euro-Ländern habe sich abgezeichnet, sagte Ulrich Wortberg von der Helaba. „Die europäische Realwirtschaft beendet das zweite Quartal ohne Schwung.“ Robuste Stimmungsindikatoren und eine gute Auftragslage in wichtigen Ländern der Eurozone ließen aber hoffen, dass sich die Produktionstätigkeit im dritten Quartal belebe. Am Freitag sollen die Daten zur Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal vorgelegt werden. Fachleute rechnen damit, dass die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone um 0,4 Prozent gestiegen ist.

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