Trotz Preiskampf: Miele präsentiert Wachstum

Der Hausgerätehersteller Miele konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz-Rekordwert vorweisen. Die Konkurrenz aus Asien schläft jedoch nicht und drückt die Preise weiter.

Der Hersteller von Waschmaschinen, Geschirrspülern und Staubsaugern verzeichnete in seinem Ende Juni abgelaufen Geschäftsjahr ein Umsatzplus auf den Rekordwert von knapp 3,5 Milliarden Euro, wie die Westfalen am Donnerstag mitteilten. Das entspricht einem Plus von 8,3 Prozent. Jedoch wurde das Geschäft in wichtigen Märkten durch einen zunehmend preisaggressiven Wettbewerb erschwert, so der Konzern. Begünstigt wurde der Umsatzverlauf wiederum durch die Entwicklung der weltweiten Wechselkurse, wobei auch der währungsbereinigte Zuwachs immer noch 6,4 Prozent beträgt. „All dies berücksichtigt, können wir mit dem Verlauf des Geschäfts sehr zufrieden sein“, kommentiert dies Olaf Bartsch der Miele Gruppe.

Vor allem die klassischen Einbau- und Wäschepflegegeräte seien gut gelaufen. Zudem habe sich die weltweite Konjunktur robuster gezeigt als erwartet. Allerdings klagte Firmenchef Markus Miele über einen harten Preiskampf in der Branche. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell nicht.

Der Umsatz auf dem deutschen Markt lag bei 1,03 Milliarden Euro: ein Plus von 5,4 Prozent entspricht. Außerhalb Deutschlands sei das Geschäft um 10,1 Prozent gewachsen, wobei hier vor allem USA, Australien, Großbritannien, Schweiz und Hongkong hervorzuheben sind. Auch in Russland habe sich der Umsatz trotz der schwierigen Umstände positiv entwickelt,

Während in der Unterhaltungselektronik die Asiaten die traditionellen europäischen Hersteller bereits an den Rand gedrängt haben, halten Hausgeräteanbieter wie Miele, Bosch oder Electrolux noch die Stellung. So gelang es etwa dem Elektronikgiganten Samsung nicht wie geplant, bis 2015 zum weltgrößten Hersteller von sogenannter Weißer Ware aufzusteigen.

Miele hat sich vorgenommen trotz des harten Konkurrenzkampfs seine Marktposition auszubauen, wie das Familienunternehmen mitteilte. Auch im neuen Geschäftsjahr erwartet die Firma weiteres Absatz- und Umsatzwachstum. Miele erwirtschaftet gut zwei Drittel seiner Einnahmen im Ausland.

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