Insolvenzgeldumlage: Wirtschaft soll entlastet werden

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will die Insolvenzgeld-Umlage absenken und damit Arbeitgebern unter die Arme greifen. Arbeitgeberverbände fordern jedoch eine deutlichere Senkung als die von Nahles geplant.

Die Arbeitgeber in Deutschland sollen durch eine Absenkung der gesetzlichen Insolvenzgeld-Umlage im kommenden Jahr um rund 270 Millionen Euro entlastet werden. Die entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sehe eine auf ein Jahr befristete Verringerung der Umlage von 0,15 Prozent auf 0,12 Prozent des Arbeitsentgelts vor, teilte das Ministerium am Montag mit. Der Bundesrat müsse im November noch grünes Licht geben.

Den Arbeitgeberverbänden geht die Absenkung nach einem Bericht der FAZ nicht weit genug. Das Ministerium aber argumentiert, dass ein noch niedrigerer Umlagesatz zu einem Abbau der Rücklage führen würde. Im Krisenfall ließe sich dann eine Mehrbelastung der Unternehmen nicht vermeiden. Die Absenkung um 0,03 Prozentpunkte erlaube 2016 sowohl eine Entlastung der Unternehmen als auch eine Verstetigung der aufgebauten Rücklage von einer Milliarde Euro.

Mit der Umlage wird das Insolvenzgeld finanziert, auf das Arbeitnehmer im Falle der Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers für höchstens drei Monate Anspruch haben. Eingezogen und verwaltet wird die Umlage von der Bundesagentur für Arbeit.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.