Samsung nimmt am Wettkampf um weltweites Internet teil

Google und Facebook bekommen einen neuen Mitstreiter bei der Herausforderung, weltweit schnelles Internet zur Verfügung zu stellen. Samsung ist eingestiegen und will über Satelliten eine 5G-Internetverbindung auch in den entlegenen Gebieten zur Verfügung stellen.

Das Potential des Internets ist noch lang nicht ausgeschöpft. Noch immer gibt es in etlichen Gegenden der Welt Regionen, in denen die Menschen keinen oder einen sehr schlechten Zugang zum Internet haben. Im Rennen um das weltweite Internet ist nun neben Facebook und Google ein weiterer Konkurrent hinzugekommen: Samsung. Während Google zuletzt auf Ballons setzte und Facebook Drohnen für bessere und ausgedehntere Internetverbindungen nutzen will, konzentriert sich Samsung auf Satelliten.

Die Rede ist von Low Earth Satellits – LEO, die im niedrigen Orbit ihre Bahnen kreisen. Samsungs Chef der Research and Development Abteilung, Farooq Khan präsentierte die Idee in Dallas. Ein entsprechendes Thesenpapier hat Khan außerdem veröffentlicht. „Fast zwei Drittel der Mensch hat im Moment noch keinen Zugriff auf das Internet – weder mit noch ohne Kabel“, so Khan. „Wir präsentieren einen ‚Weltraum-Internet-Vorschlag‘, der in der Lage ist, ein Datenvolumen von einem Zetabyte pro Monat anzubieten.“ Das entspreche 200 Gigabyte pro Monat für fünf Milliarden Nutzer weltweit.

Dafür wolle man etwa 4.600 Low-Cost-Mikro-Satelliten im erdnahem Orbit bereitstellen. Von diesen sei jeder in der Lage, datenraten in der Größenordnung von einem Terabit pro Sekunde zur Verfügung zu stellen, so Khan. Die Satelliten würden dann in einer Höhe von etwa 1.400 Kilometern fliegen – also deutlich unter dem geostationärem Orbit in Höhe von etwa 35.786 Kilometern.

Die Satelliten im Orbit sollen dann mit den Systemen am Boden und in der Luft – wie etwa Mobilfunk, WiFi (Flugzeuge, Autos, Handy etc.) – direkt über Antennen miteinander kommunizieren. „Wir glauben, dass unser Weltraum-Internet-Vorschlag uns einen Schritt näher dahin bringen wird, die ganze Menschheit zu verbinden und zu stärken.“

Aquila heißt Facebooks globales Internetprojekt. Basis sind Drohnen mit einer Spannweite, die einer Boeing 767 entspricht. Aufgrund ihres geringen Gewichts, sollen die Drohnen in der Lage sein, mittels Solarenergie drei Monate zu fliegen, so techcrunch.com. Ein Laserstrahl soll dann das Internet von einer Höhe von etwa 20 und 30 Kilometern auf die Erde schicken.

Google Loon hingegen setzt auf Helium-Ballons innerhalb der Stratosphäre. Etliche Ballons hat Google bereits getestet. Für eine konstante Internetverbindung weltweit, müssen jeweils im Abstand von 40 Kilometern Ballons platziert werden.

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  1. Manfred Janel sagt:

    Interessante Ansätze. Aber eine Sache macht mich stutzig … „Für eine konstante Internetverbindung weltweit, müssen jeweils im Abstand von 40 Kilometern Ballons platziert werden.“ also wenn die alle 40 km einen Ballon hinhängen wird der Himmel aber recht düster.