Bosch und Conti erwägen Mitarbeit bei Kartendienst Here

Die Autozulieferer Bosch und Continental prüfen einem Bericht zufolge eine Mitarbeit beim Kartendienst Here von BMW, Daimler und Audi. Damit soll dem wichtigsten Konkurrenten TomTom aus den Niederlanden etwas mehr entgegengestellt werden.

Bosch sei „sehr daran interessiert, maßgeblich an einem offenen Standard beteiligt zu sein“, zitierte die Automobilwoche eine Bosch-Managerin in einer Vorabmeldung vom Sonntag. Bei einer streng vertraulichen Runde mit Vertretern von Autoherstellern, Zulieferern und Kartendienstleistern gehörten die beiden Unternehmen dem Branchenblatt zufolge zu den Teilnehmern. Details, wie eine Mitarbeit aussehen könnte, wurden nicht genannt.

BMW, Daimler und Audi hatten den Kartendienst Nokia Here für 2,5 Milliarden Euro gekauft. Wichtigster Konkurrent ist TomTom aus den Niederlanden, der jüngst eine Kooperation mit Bosch besiegelt hat. Continental arbeitete bereits vor der Übernahme der deutschen Autobauer mit Here zusammen.

Ein Continental-Sprecher sagte, an Spekulationen zu Verhandlungen beteilige man sich nicht. Ein Bosch-Sprecher sagte: „Wir sind grundsätzlich für offene Systeme und somit auch für die flexible Anwendung beziehungsweise Integration von Kartenmaterial.“ Bosch-Manager Rolf Bulander hatte es in einem Handelsblatt-Interview kürzlich begrüßt, dass es mehrere Anbieter gebe. „Wir integrieren Kartenmaterial nach Kundenanforderungen. Das heißt, wir können Tom Tom genauso wie Here integrieren.“

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