Russland lässt Henkel-Waschmittel aus Läden entfernen

Der Handel in Russland wurde von der nationalen Verbraucherschutzbehörde angewiesen, Reinigungsmittel diverser westlicher Marken aus den Regalen zu entfernen. Diese würden nicht den russischen Gesundheitsvorschriften entsprechen.

Kaum Treffen sich Merkel und Hollande in Berlin mit dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko – ohne Putin – folgt eine Aktion in Russland. Angesichts andauernder Sanktionen hat die russische Verbraucherschutzbehörde am Dienstag Händler aufgefordert, Reinigungsmittel mehrerer ausländischer Hersteller aus dem Handel abzuziehen.

Neben den deutschen Unternehmen Henkel  und Werner & Mertz GmbH (Frosch etc.) sind auch die amerikanischen Firmen Procter & Gamble, Colgate-Palmolive  und Clorox betroffen. Das italienische Neve Cosmetics ist ebenfalls betroffen. Der Behörde zufolge würden diese den toxikologischen Sicherheitskriterien des Landes nicht entsprechen. Außerdem werde man weitere Untersuchungen bei ausländischen Reinigungsmitteln durchführen.

Erst Anfang August hatte der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch angekündigt, weitere Länder mit einem Einfuhrverbot zu belegen. Zuletzt war sogar geplant, illegal aus dem Westen eingeführte Lebensmittel zu vernichten. Hier regte sich jedoch ein massiver Widerstand in der Bevölkerung.

Russland leidet wie auch die deutschen Exporteure massiv unter den Sanktionen. Während die deutschen Exporte nach Russland um mehr als ein Drittel in den ersten sechs Monaten gefallen sind, verringerten sich die Importe um 24 Prozent.

Kommentare

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  1. Edwin Moses sagt:

    Hier mag der eine oder andere noch müde lächeln.
    Würde zB China jemals ein soches Importverbot verhängen, dann beginnt hier das Heulen und Zähneklappern…
    Kein Mensch braucht irgendein Henkel-Produkt.