Absprache: Bundeskartellamt verhängt Bußgelder gegen sieben Unternehmen

Mehre Unternehmen und Unternehmensvereinigungen aus der Containertransport-Branche haben sich darauf und dabei abgestimmt, höhere Kosten an die Kunden weiterzugeben. Im Rahmen eines kartellrechtlichen Verfahrens wurden nun deshalb vom Bundeskartellamt Bußgelder in Millionenhöhe verhängt.

Im Zuge der Verfahrensabschlusses hat das Bundeskartellamt Bußgelder in Höhe von insgesamt etwa 4,56 Millionen Euro gegen sieben Unternehmen und deren Verantwortliche sowie Unternehmensvereinigungen verhängt. Einige Unternehmen haben mit dem Bundeskartellamt kooperiert und erhalten eine Ermäßigung des Bußgeldes. Welche Unternehmen das waren, teilte das Bundeskartellamt allerdings nicht mit.

Das Bundeskartellamt sah es als erwiesen an, dass die Schuldigen ihre Verhaltensweisen bei Containertransporten im Bereich der deutschen Seehäfen Hamburg, Bremen und Bremerhaven aufeinander abgestimmt haben.

Von den Bußgeldern betroffen sind unter anderem die FCDS-Mitgliedsunternehmen die CTD Container-Trans­port-Dienst GmbH (Hamburg), die EKB Container Logistik GmbH & Co. KG (Bremen), die Eurogate Intermodal GmbH (Hamburg), die GCD Glomb Container Dienst GmbH (Bremerhaven), die Heinrich Langhorst GmbH & Co. KG (Bremen), die Kurt Kluxen Spedition KG (Hamburg), und die Walter Lauk Containerspedition GmbH (Hamburg). Über Mitgliederversammlungen und sonstige Kontakte hatten sich die Unternehmen und Vereinigungen abgesprochen.

„Die Unternehmen hatten das gemeinsame Grundverständnis, dass Kostensteigerungen, mit denen die Containertransport-Branche konfrontiert wurde, möglichst weitgehend an die Kunden weitergereicht werden sollten“, sagte Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes. „Zu diesem Zweck wurden regelmäßig mögliche Reaktionen auf verschiedene Kostensteigerungen diskutiert und untereinander abgestimmt.“

Erste Hinweise auf die Absprachen habe es bereits 2011 gegeben. Aber erst nach der gemeinschaftlichen Ankündigung der Einführung eines ‚Stauzuschlags Hamburg‘ seien die Ermittlungen eingeleitet worden, so das Bundeskartellamt. „Die Unternehmen verständigten sich darüber hinaus in verschiedenen Jahren über die Einführung beziehungsweise die Erhöhung diverser Zuschläge zur Grundfracht, wie einen Dieselpreiszuschlag oder einen Mautzuschlag, verschiedene Nebenkosten, gegenseitige Verrechnungssätze im Falle der Kollegenbeauftragung“, so Mundt.

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