EU-Minister fordern Sicherheitskontrollen für Züge

Die Innen- und Verkehrsminister der EU wollen stärkere Sicherheitsmaßnahmen für den Bahnverkehr. Im Gespräch sind Zusätzliche Personen- und Gepäckkontrollen, Videoüberwachung und Polizeistreifen in Zügen. Anlass für die Forderungen war das versuchte Attentat in einem Hochgeschwindigkeitszug in Frankreich.

Nach dem Angriff auf einen Hochgeschwindigkeitszug in Frankreich haben sich Innen- und Verkehrsminister der EU für stärkere Sicherheitsmaßnahmen für den Bahnverkehr ausgesprochen. Unter anderem sollte es zusätzliche Personen- und Gepäckkontrollen besonders auf internationalen Strecken geben, erklärte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Samstag nach einem Treffen in Paris. Zudem sollten die Polizeistreifen verstärkt werden. EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc warnte allerdings vor übertriebenen Maßnahmen. „Die Sicherheitsvorkehrungen müssen der Bedrohungslage angemessen sein“, sagte sie.

Nach Berichten der Welt gehe es dabei auch um Videoüberwachung in allen Hochgeschwindigkeitszügen, eine bessere Schulung des Zugpersonals für den Ernstfall und bei erhöhter Gefährdungslage auch den Einsatz von bewaffneten Zugsicherheitsbegleitern (Train Marshalls). Außerdem sollen die Passagiere samt Gepäck vor der Zugfahrt von einem Metalldetektor überprüft werden. Vorstellbar sei in besonderen Fällen aber auch der Einsatz von Ganzkörperscannern („Nacktscanner“).

 

Ein 26-jähriger Marokkaner hatte Anfang August in einem Thalys-Zug von Amsterdam über Brüssel nach Paris zwei Menschen verletzt, bevor er von Passagieren überwältigt wurde.

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