Arbeitskosten steigen deutlich

Die Arbeitskosten in Deutschland sind nach dem ersten Quartal noch einmal im zweiten Quartal gestiegen. Sowohl die Bruttoverdienste als auch die Lohnnebenkosten erhöhten sich.

Arbeit in Deutschland hat sich im Frühjahr so stark verteuert wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten erhöhten sich von April bis Juni zusammen um 3,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Treiber sind vor allem die Löhne und Gehälter, die überdurchschnittlich um 3,4 Prozent zulegten. Die Lohnnebenkosten, zu denen etwa die Beiträge zur Kranken- und Sozialversicherung zählen, stiegen um zwei Prozent.

Im ersten Quartal verteuerte sich die Arbeit in Deutschland mit 2,8 Prozent stärker als im EU-Schnitt mit 2,5 Prozent oder im Durchschnitt der Euro-Zone mit 2,2 Prozent. Die höchsten Wachstumsraten gab es in Lettland (+7,3 Prozent), Rumänien (+7,1 Prozent) und Bulgarien (+6,9 Prozent) auf. In Zypern, das unter dem Euro-Rettungsschirm steht und einen harten Sparkurs durchmacht, sanken die Arbeitskosten um 1,8 Prozent.

Den Veränderungsraten der Arbeitskosten liegen die Ergebnisse des Arbeitskostenindex zugrunde. Dieser misst die Veränderung der Arbeitskosten und unterteilt sie zusätzlich in die beiden Bestandteile Bruttoverdienste und Lohnnebenkosten. Bei allen drei Indizes werden den Kosten des Arbeitgebers die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden der Arbeitnehmer gegenübergestellt.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.