China will Wachstum nach internationalen Standards berechnen

Chinas Regierung bemüht sich weiter um eine Aufnahme des Yuan in den Währungskorb des IWF. Deshalb soll die Wirtschaftsleistung des Landes nun nach anderen Standards gemessen werden. Bereits für das dritte Quartal soll eine entsprechende Neujustierung umgesetzt werden.

China misst das Bruttoinlandsprodukt nach neuen Regeln. Künftig werde die Entwicklung der Wirtschaftsleistung nach internationalen Standards berechnet, erklärte das Statistikamt am Mittwoch in Peking. Erstmals angewandt soll die neue Methode für das laufende dritte Quartal. Die Daten werden am 19. Oktober veröffentlicht. Ziel sei es, „genauer die wirtschaftliche Aktivität zu messen und kurzfristige Schwankungen besser einzufangen“.

Bislang seien die Wachstumszahlen eher eine Zusammenfassung von Daten gewesen als eine Widerspiegelung des Konjunkturverlaufs im jeweiligen Quartal. Mit der neuen Berechnungsmethode – die auch große Industrieländer anwenden – schafft China die Voraussetzung, um die vom Internationalen Währungsfonds empfohlenen Standards einzuführen.

Seit Jahren gibt es immer wieder Zweifel an der Genauigkeit der chinesischen Konjunkturdaten. Die Regierung strebt für dieses Jahr ein Wachstum von rund sieben Prozent an. Das wäre das kleinste Plus seit einem Vierteljahrhundert.

Weitere geplante Konjunkturstimuli in China hatten der Wall Street am Dienstag nach dem verlängerten Wochenende zu Gewinnen verholfen. Nach schwachen Ein- und Ausfuhrdaten kündigte die Regierung in Peking an, die heimische Wirtschaft mit insgesamt zehn Milliarden Euro anzukurbeln. Dies sorgte für Zuversicht, dass die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft im Zaum gehalten werden kann. Zuletzt gab es Spekulationen, die US-Notenbank (Fed) könnte die Zinswende wegen der Schwankungen in China weiter verschieben.

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  1. biersauer sagt:

    China misst nachZahlen, aber nicht nach Kriterien. Somit wird China weiter ins Chaos marschieren. Es werden Folgeaufträge ausbleiben. China produziert zuviel an Schrott, Ware welche sofort in den Abfall gehörte, als diese um die halbe Welt zu verschiffen.
    „Chinaqualität“ ist deren Markenzeichen. Offenbar existieren in China keinerlei Normen und alles was nach Billigkeit verkauft werden kann ist eigentlich ein Rohrkrepierer, denn kein Kunde macht den Fehler zweimal, solch Schrott zu kaufen!
    Auch die Importeure legen keinen Wert auf Prüfung und Brauchbarkeit und haben nur Sinn für das schnelle Geld, was sich aber bei manchen Waren dann schnell revidiert, denn in Europa gibt es eine Gewährleistungspflicht und diese schlägt auf den Importeur dieser miesen Produkte.
    So war es ärgerlich, dass zB. eine Handkreissäge aus China, bereits ganze Siebenmal zurückgegeben werden musste, weil sie den ersten Einsatz nicht überlebte und somit schade um den Zeitverlust zu beklagen war.
    Oder, dass zB. das Handelsportal Alibaba, auch Betrüger in seinen Mitgliedern fördert, welche im Namen von Alibaba Geldüberweisungen kassieren um sodann spurlos unterzutauchen. China hat damit Probleme!