Studie: Flüchtlinge steigern deutsche Wirtschaftsleistung

Einer Studie der UniCredit zufolge werden die derzeit ins Land strömenden Flüchtlinge bis 2020 die Wirtschaftsleistung des Landes um 50 Milliarden Euro erhöhen. Die demographische Entwicklung spielt hierbei eine erhebliche Rolle.

Der starke Zuwanderung von Flüchtlingen treibt einer Studie zufolge die deutsche Wirtschaftsleistung nach oben. Bis 2020 werde dies das Bruttoinlandsprodukt um etwa 1,7 Prozent erhöhen, sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Das entspricht einem Zuwachs von rund 50 Milliarden Euro, verglichen mit einem Szenario ohne zusätzliche Einwanderung.“

In seinen Berechnungen schätzt der Experte, dass in diesem Jahr – wie von der Bundesregierung vorausgesagt – etwa 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen, in den Jahren danach jeweils rund 500.000. „Wenn man davon ausgeht, dass jeder zweite Einwanderer mittelfristig einen Job findet, dann erhöht sich dadurch das Arbeitskräfteangebot“, sagte Rees. „Das ist eine Chance für mehr Wachstum in Deutschland in den kommenden Jahren.“

In den vergangenen Jahren habe es einen Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter gegeben. Das habe die reale Wirtschaftsleistung zwischen 2008 und 2014 um rund 1,25 Prozent gedrückt. Der Zugang zum Arbeitsmarkt müsse für die Flüchtlinge erleichtert werden, sagte Rees. Das forderte jüngst auch der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer.

Kommentare

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  1. Klark Fox sagt:

    Mit dem kleinen Unterschied, das BIP-Plus finanziert der Steuerzahler, i.d.Regel also der Normalo. Genau wie bei Harz4-Aufstockern provitiert hiervon nachhaltig nur die Wirtschaft.
    Aber richtig erkannt, klingt gut und ist politisch opportun: DAS BIP wächst Dank der Flüchtlinge.
    Danke Frau Merkel!

  2. Toddi sagt:

    Wer das Zukunftsprogramm Industrie 4.0 kennt, weiß genau wie die Aussage zu bewerten ist….dem bedarf es kein weiteres Kommentar.
    Was unser aktuelles Arbeitnehmerangebot betrifft:
    -wir haben in der BRD 36,5 Mio abhängig Beschäftigte.
    -davon 2,9 offiziell Arbeitssuchende lt. BfA
    -davon 1 Mio zugegebene Unterbeschäftigte(ABM -Um und Vorruheständler) lt.BfA
    -laut 3. Sozialgesetzbuch des Grundgesetzt sind Arbeiter unter 15 Wochenarbeitsstunden als arbeitslos zu werten !!!
    -von den oben genannten 36,5 Mio Arbeiter sind aber 12,5 Mio mit einer Arbeitszeit von 14,7 Std die Woche beschäftigt (davon 85 % Frauen mit abgeschlossener Fachkräfteausbildung, welche laut BfA gerne 30 Std die Woche arbeiten würden !!!)…folglich „Arbeitslos“ lt. dem Sozialgesetzbuch GG.

    Wir haben ohne dem Schönreden und der Mystifizierung der BfA und Politik ca. 15- 16 Mio Arbeitslose.
    Schön währe es doch diese Menschen in Lohn und Brot zu bringen…oder wird die Situation besser, wenn die ganzen Physiker, Chemiker, Professoren und Ingenieure die jetzt über die Grenzen (teils Illegal) kommen dieses schon vorhandene Arbeitspotential ersetzen !!!
    Ich hoffe für uns alle, das wir des Himmels und sozialen Friedenswillen halber von Machthabenden endlich eine Politik bekommen die der Situation gerecht wird.

  3. Leopold sagt:

    Das kann befristet möglich sein. Aber was kosten sie im Gegenzug den deutschen Sozialsystemen und dem Steuerzahler?

  4. Sascha bader sagt:

    Grimms Märchenstunde.warum nehmen dann wirtschaftlich nicht so starke länder mehr flüchtlinge auf?rauchen ist nicht gesundheitsschädlich,sagt dr.marlboro

  5. limbani sagt:

    Unsinn.
    Deutschland ist ein Hochtechnologiestandort in dem die Tätigkeiten für Ungelernte weitestgehend ausgelagert sind.
    Es sei denn der „Experte“ zielt auf die Sozialindustrie ab.

  6. spatz sagt:

    Wachstum um „JEDEN“ Preis.

  7. Alex sagt:

    Na klar, das alte Märchen vom Fachkräftemangel. Neoliberale Propagandalügen und längst widerlegt.
    Habe nen Kumpel, studierter Maschbauer, guter Abschluss. Von einer Zeitarbeit in die nächste.
    Ich selbst habe gar keinen Job, trotz Ausbildung und Studium. Ich könnte einen haben, auf Hartz4 Niveau, und sage frohen Mutes nein danke, warum auch sollte ich diesen Job den Fachkräften der Zukunft rauben? Ich verzichte, für das Klima des Willkommens.

    Und UniCredit, war das nicht diese Großbank? Gut, dass die uns völlig uneigennützig mit Studien versorgt. Da hatte ich wohl bisher ein falsches Bild von Bankern.

    Ganz sicher erhält jeder zweite Flüchtling mittelfristig einen Job, fast genauso sicher ist, dass er sich von seinem Lohn auch was kaufen kann, für das Wirtschaftswachstum;)