Österreich ist Jobmotor Europas

Etwa 32.000 neue Jobs haben österreichische Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren im europäischen Ausland geschaffen. Unternehmen wie der Dienstleister Competence Call Center AG und die Hirschmann Automotive GmbH haben daran einen sehr großen Anteil gehabt.

Ein Blick auf die Entwicklung die letzten zehn Jahre zeigt, wie stark Europa sich auch wirtschaftlich noch weiter miteinander verwoben hat. Dabei spielen große Player wie Volkswagen und Siemens eine Rolle, aber auch kleine und mittlere Unternehmen. Österreichs Unternehmen etwa haben im vergangenen Jahrzehnt insgesamt rund 32.000 Jobs in ganz Europa geschaffen, wie eine Analyse von Ernst & Young (EY) zu den Auslandsinvestitionen in Europa zeigt.

Allein 2014 haben Österreichs Unternehmen mit 80 Investitionsprojekten 2.200 Arbeitsplätze geschaffen. Der weltgrößte Plattenproduzent Kronospan aus Salzburg hat beispielsweise im vergangenen  Jahr 500 Jobs im europäischen Ausland geschaffen. Aber auch der Logistikspezialist Gebrüder Weiss, der Stahlproduzent voestalpine und der Krankhersteller Palfinger waren außerhalb der nationalen Grenzen sehr aktiv.

Und mit den durch 800 Investitionsprojekten geschaffenen 32.000 Jobs in den letzten zehn Jahren liegt Österreich weltweit gesehen sogar auf Rang 12 und in Europa auf Rang 7. Lediglich Betriebe aus Deutschland (254.000), Frankreich (95.000), Großbritannien (66.000), Italien (61.000), der Schweiz (54.000) und Schweden (35.000) haben im selben Zeitraum mehr Jobs durch FDI-Projekte geschaffen. Allerdings handelt es sich bei allen auch um Volkswirtschaften, die ein erheblich höheres BIP aufweisen.

„Aber Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung hängen Österreichs Unternehmen alle anderen europäischen Länder ab“, so die Studie. „Österreichs Unternehmen sind ein Jobmotor für Europa“, sagt Helmut Maukner von EY Österreich. Nur die USA und die größten Volkswirtschaften in Asien und Europa hätten den Arbeitsmarkt in Europa im letzten Jahrzehnt noch stärker belebt. „Durch ihre speziell in Osteuropa umgesetzten Investitionsprojekte leisten sie einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung und Stärkung der europäischen Wirtschaft“, so Maukner.

So befinden sich unter den Top-10-Zielländern für Investitionen aus Österreich immerhin fünf Länder aus der Region der mittel-, ost- und südeuropäischen Länder (MOSOEL-Länder). Und während die österreichischen Banken ihr Auslandsengagement seit Ausbruch der Finanzkrise 2007 fast kontinuierlich zurückfuhren, habe sie es in mittel-, ost- und Südeuropa auf 60 Prozent der gesamten Auslandsforderungen erhöht.

Der österreichische Dienstleister Competence Call Center AG etwa wurde 1998 gegründet und hat mit seinen 2005 gestarteten FDI-Projekten rund 1.600 Jobs im europäischen Ausland geschaffen. Fritz Egger GmbH & Co schuf als Spezialist in der Holzverarbeitung rund 1.570 Jobs, gefolgt vom Packaging-Produzent Hamburger-Mosburger-Dunapack-Group (1.350), der Hirschmann Automotive GmbH und der Holzindustrie Schweighofer GmbH (rund 1.000).

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