UBS will ins Geschäft mit den Kryptowährungen einsteigen

Während Bitcoin bereits in aller Munde ist, macht Blockchain mittlerweile von sich Reden. Blockchain ist die Technologie hinter Bitcoin. Und die könnte tatsächlich das Finanzsystem revolutionieren. Denn sie kann als digitaler Kontoauszug auch bei Transaktionen nicht-digitaler Währungen genutzt werden. Das macht sie für Banken wie die UBS so interessant.

Kryptowährungen sind weiterhin in der Finanzwelt hoch im Kurs. Nachdem sie erst als Bedrohung für das alteingesessene Finanzsystem wahrgenommen wurden, versuchen sich Banken aber gerade damit neu aufzustellen. Selbst eine Bitcoin-Bank in der Schweiz ist in Planung und die Bitcoin-Handelsplattform Ecurex hat in der Schweiz bereits die Erlaubnis der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma erhalten. Von besonderem Interesse ist derzeit Blockchain, die Technologie hinter Bitcoin.

Blockchain ist so etwas wie ein digitaler Kontoauszug oder besser wie ein digitales Kassenbuch. Es ist eine Kette von Daten, welche die Informationen zu allen Transaktionen enthält, die bisher über die Computer des Bitcoin-Netzwerks gelaufen sind. Wichtig ist dabei, dass bei Bitcoin nicht ein zentrale Rechenzentrum existiert, sondern ein Netzwerk aus Computern.  Und Blockchain stellt dann auch sicher, dass alle Computer des Netzwerkes über dieselben Informationen verfügen.

Überweist Herr Kaufmann in Bitcoin Herrn Salem in Bitcoin den Kaufpreis eines Hauses, werden alle verfügbaren Informationen zu dieser Transaktion von Blockchain festgehalten. Auch die Übertragung eines Euros oder eines Grundstückes ließe sich damit dokumentieren, was die Technologie auch für Finanzinstitute so interessant macht.

Mit der Integration von Blockchain oder einer ähnlichen Technologie könnten die Transaktionsprozesse der Banken kostengünstiger und schneller erfolgen. So hat die UBS in diesem Jahr in London ein Innovationslabor gegründet. Dieser befindet sich im Level 39, der im Londoner Bankenzentrum Canary Wharf angesiedelte Finanztechnologie-Inkubator. „Das Labor wird von einem Team ausgewiesener Fintech-Spezialisten geleitet, das sich auf die Frage konzentriert, wie UBS Innovation als bedeutenden Wachstumsmotor für die Geschäftsentwicklung fördern kann“, so das Unternehmen.  „Zu den von UBS untersuchten Entwicklungskonzepten zählen Blockchain und andere Distributed-Ledger-Technologien sowie Smart Contracts.“

Neben der UBS engagiert sich auch die spanische Banco Santander auf diesem Feld. Einem Bericht von Santander InnoVentures zufolge könnte die Blockchain Technologie die Infrastruktur-Kosten für Banken bis 2022 um 15 bis 20 Milliarden Dollar reduzieren. „Wir haben intern 20 bis 25 Felder identifiziert, in denen die Technologie angewendet werden könnte“, sagte Mariano Belinky von Santander dem Businessinsider.

Das Blockchain Technology Startup ‚Chain‘ hat erst kürzlich 30 Millionen als Unternehmensförderung unter anderem bei Visa, Capital One und Fiserv eingesammelt. Goldman Sachs investierte in das Bitcoin-Startup Circle und Nasdaq forscht ebenfalls mit der Technologie.

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  1. Doc sagt:

    Bargeldloser Zahlungsverkehr wäre in der Tat eine revolutionäre „Innovation“.
    Und die naiven, gehirngewaschenen Menschen lassen das vermutlich auch zu. Wenn es zuvor doch auch noch einer „Krise“ bedarf……