Investitions-Programm: Eine Milliarden an neuen Krediten für Start-ups

Ein europäisches Investitionsprogramm soll in Deutschland Jungunternehmen zugutekommen. Der EU-Fonds will mit der KfW in den nächsten zwei Jahren Darlehen von einer Milliarde Euro an Start-ups vergeben. Rund 23.000 Gründer sollen so günstige Finanzierungen erhalten.

Das erste deutsche Programm im Rahmen der von EU-Präsident Jean-Claude Juncker angestoßenen europäischen Investitionsoffensive soll Jungunternehmen zugutekommen. Der Europäische Investitionsfonds (EIF) und die staatliche deutsche Förderbank KfW unterzeichneten am Donnerstag ein entsprechendes Abkommen, wie die EU-Kommission mitteilte. Das Vorhaben wird vom Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) unterstützt. Damit soll die KfW in den nächsten zwei Jahren Darlehen von zusammen einer Milliarde Euro an Firmen in der Gründungs- und Entwicklungsphase vergeben.

Konkret soll die KfW für über 23.000 Start-ups und junge Kleinunternehmen Finanzierungen zu günstigen Konditionen bereitstellen. Damit wird die Gründerförderung des Bundes ausgeweitet, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin ergänzte. EU-Kommissionsvize Jyrki Katainen, der für Jobs, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit zuständig ist, sprach von „fantastischen Neuigkeiten“ für Start-ups in Deutschland. Die Darlehen sollten an Firmen gehen, die expandieren und Jobs schaffen. „Das sind genau die Gründe, warum der Investitionsplan lanciert wurde.“

Die EU hatte im Mai die Investitionsoffensive beschlossen, um mehr für die Wettbewerbsfähigkeit und damit das Wachstum der europäischen Wirtschaft zu tun. In den nächsten drei Jahren sollen mindestens 315 Milliarden Euro mobilisiert werden. Kerninstrument ist der EFSI, der sogenannte Juncker-Fonds.

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