Millionen-Investition: Georg Fischer baut neues Werk in der Schweiz

Maschinenbauer GF will 100 Millionen Euro in eine neue Fabrik in Biel investieren. In dem Werk sollen 460 neue Arbeitsplätze entstehen. Wegen der starken Nachfrage wolle man die Produktionskapazität für Fräsmaschinen erhöhen.

Die Schaffhauser Maschinenbauer wollen ihre Produktion in der Schweiz trotz der Frankenstärke ausbauen: Für 100 Millionen Euro soll eine neue Fabrik in Biel entstehen, die zudem hunderte neue Arbeitsplätze bringen soll. Georg Fischer Machining Solutions plant nach eigenen Angaben die Erhöhung ihrer Produktionskapazität für Fräsmaschinen, um der starken Nachfrage nach ihren Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen gerecht zu werden.

Die Verkäufe mit GF-Fräsmaschinen haben sich nach Angaben des Unternehmens in den vergangenen Jahren verdoppelt, sodass die bestehende Produktionsstätte in Nidau an ihre Kapazitätsgrenzen stösst. Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, plant GF Machining Solutions, in ein neues Werk in Biel zu investieren. Dieses soll ein Forschungs- und Entwicklungszentrum auf dem neuesten Stand der Technik werden, es soll zudem ein modernes Anwendungszentrum umfassen. Die Produktionsstätte soll dabei den strengsten Energieeffizienzstandards entsprechen und mit der neuesten Montagetechnik ausgerüstet sein, um weitere Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.

Mit dem neuen Werk sollen in der Stadt Biel rund 460 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Grundstück und Gebäude werden geleast. Vorbehältlich der Bewilligung der Stadt Biel ist der Baubeginn für 2016 vorgesehen. Aus einer Mitteilung der bernischen Volkswirtschaftsdirektion geht hervor, dass GF rund 100 Millionen Franken in die neue Anlage im Bieler Bözingenfeld investiert.

Im Bözingenfeld im Kanton Bern haben sich in den letzten Jahren mehrere kleine Startups angesiedelt, aber auch Weltkonzerne wie Rolex sind in dem Industriegebiet zu finden. Durch den Ankauf von einer Bau-Fläche von 23.000 Quadratmetern durch die GF-Tochter Mikron Agie Charmilles AG sowie einer Landreserve von 5000 Quadratmetern rechnet die Stadt Biel mit zusätzlichen Einnahmen von bis zu 160.000 Franken pro Jahr.

Zunächst darf jedoch die Bieler Bevölkerung im kommenden November über den Landerwerb abstimmen. Wird der Baubeginn für das kommende Jahr bewilligt, soll das Werk 2018 in Betrieb gehen.

Yves Serra, CEO von GF, sagt: „Dieses moderne Werk wird GF Machining Solutions ermöglichen, ihre Produktionskapazitäten auszubauen und die Konkurrenzfähigkeit ihrer hoch modernen Fräslösungen zu optimieren. Mit dieser Investition unterstreicht GF zudem sein Bekenntnis zur Schweiz als Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort für seine Hochpräzisions-Werkzeugmaschinen.“

GF umfasst die drei Divisionen GF Piping Systems, GF Automotive und GF Machining Solutions. Das 1802 gegründete Schweizer Industrieunternehmen betreibt in 31 Ländern 126 Gesellschaften, davon 47 Produktionsstätten. Die rund 14 100 Mitarbeitenden haben im Jahr 2014 einen Umsatz von CHF 3,80 Mia. erwirtschaftet.

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