Teure Sonderschichten: Zulieferer ElringKlinger kürzt Gewinnprognose

Der Autozulieferer ElringKlinger rechnet für dieses Jahr nur noch mit 135 Millionen Euro Gewinn. Grund sei die extrem hohe Auslastung: Zuschläge für Sonderschichten verursachten demnach Zusatzkosten bis zu 30 Millionen Euro.

Der Autozulieferer ElringKlinger schraubt seine Gewinnprognose für dieses Jahr zurück. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde zwischen 135 und 145 Millionen Euro liegen, teilte das schwäbische Unternehmen am Freitagabend mit. Bisher war der Konzern von rund 165 Millionen Euro ausgegangen.

Grund für den pessimistischeren Ausblick ist demnach die weiter extrem hohe Auslastung auch im Verlauf des dritten Quartals. So verursachten unter anderem Zuschläge für Sonderschichten Zusatzkosten, erklärte der Weltmarktführer für Zylinderkopfdichtungen. Im zweiten Halbjahr werde mit solchen Sonderkosten in Höhe von rund 20 bis 30 Millionen Euro gerechnet nach neun Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte.

„Die bisher eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen griffen noch nicht im geplanten Umfang“, erklärte ElringKlinger weiter. Damit sei erst zum Jahresende zu rechnen. Das Unternehmen will am Montag über Einzelheiten informieren.

Kommentare

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  1. Volker K. sagt:

    Ich warte ja schon lange darauf, daß die ersten Pleite machen- wegen zu guter
    Auftragslage.

  2. Peter G. sagt:

    Mir kommen die Tränen. Die Produktion bruumt, so dass Sonderschichten gefahren werden müssen, und nun verlangt die Belegschaft auch noch dafür die tariflich vereinbarten Zuschläge? Das darf doch wohl nicht sein, da muss doch der Steuerzahler einspringen!