USA: VW droht Milliardenstrafe wegen Abgas-Manipulation

VW droht in den USA eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar. Die amerikanische Umweltschutz-Behörde EPA wirft Volkswagen vor, Abgasvorschriften bei nahezu 500.000 Diesel-Fahrzeugen umgangen zu haben. Eine Software soll dazu bestimmte Abgaswerte vorsätzlich manipulieren.

Volkswagen droht in den USA eine Milliarden-Strafe. Die Umweltschutz-Behörde EPA erklärte am Freitag, VW habe vorsätzlich Abgasvorschriften bei nahezu 500.000 Diesel-Fahrzeugen umgangen. Das könne eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar nach sich ziehen.

In Autos der Marken VW und Audi sei eine Software eingesetzt haben, mit der die Messung bestimmter Abgaswerte umgangen werden könne. „Einfach gesagt, diese Autos hatten ein Programm, das die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausschaltet und bei Abgastests anschaltet“, sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos für den Umweltschutz festgesetzte Abgas-Limits um das bis zu 40-Fache überstiegen. Im Fokus der EPA-Ermittlungen stehen laut EPA Vier-Zylinder-Modelle der Jahre 2009 bis 2015.

Kommentare

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  1. Rainer sagt:

    Hallo liebe Leser,
    war am Donnerstag mit einem 21 Jahre alten Audi A4 beim TÜV, da wurde in den Auspuff die Messsonde gesteckt um die Schadstoffwerte zu ermitteln. Bei meinem neuen Diesel braucht man diese Messung mit der Sonde nicht mehr, da die Messwerte von der Fahrzeugsoftware des Herstellers ermittelt und an das Diagnosegerät vom TÜV übermittelt wird. Da war mir sofort klar, dass dies dazu führt die Messwerte bei der Prüfung zu „optimieren“. Bei meinem neuen Diesel ist ein Co2 Wert von 109g/km angegeben und ein gemittelten Verbrauch von 5,3liter auf 100km. Selbst bei extrem zurückhaltender Fahrweise kann ich nur 6,5l erreichen im normaler defensiven Fahrweise sind es 7bis 8 Liter. Der 21 Jahre Audi 1,8 braucht auch nicht mehr und wiegt sogar etwas mehr. Der hat einen Co2 von 179g/km, somit ist offensichtlich dass der Hersteller die Messwerte um ca 70g Co2 /km drückt um die neuen Vorschriften zu erfüllen. Und auch der ADAC kann dies bestätigen bei fast allen seinen Messungen werden in der Realität die Werte um 30% bis 70% überschritten. Was da abläuft ist kollektiver Betrug an der Umwelt, der Verbraucher denkt er hätte ein super umweltfreundliches Fahrzeug und in Wirklichkeit ist ein 20 Jahre altes Auto genauso sauber, da kann ich nur sagen wo bleibt da der „Fortschritt durch Technik“.
    Prima weiter so mit der Verarsche der Verbraucher.

  2. Syssiphus sagt:

    Ohne die Softwaremanipulation, sei der Abgaswert auf ca. das 40-fache erhöht ? Ziemlich starker Tobak.

  3. Bernd364 sagt:

    Das wäre eine Strafe von 36000 $ pro verkauftem Auto. Wie kommen die Amerikaner auf solche Zahlen? Das ist mehr, als die Autos normalerweise kosten. Ich betrachte das eher wieder als ein Angriff auf ausländische Automobilanbieter. Bei den Banken klappt das ja auch ganz gut.