Axel-Springer baut Imperium aus

Der Axel Springer Verlag hat seine Anteile an dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Business Insider von auf 97 Prozent erhöht. Nach der Übernahme sollen nun erst einmal keine weiteren großen Zukäufe folgen.

Kurz nach der gescheiterten Übernahme der FT stemmt der Axel Springer Verlag einen anderen großen Zukauf auf dem englischsprachigen Markt. Die Berliner erhöhen ihre Anteile an dem US-Wirtschafts- und Nachrichtenportal Business Insider von rund neun auf etwa 97 Prozent und nehmen dafür 343 Millionen Dollar (rund 306 Millionen Euro) in die Hand. „Mit dem Erwerb von Business Insider setzen wir unsere digitale Wachstumsstrategie fort und investieren wie angekündigt in digitale journalistische Unternehmen im anglo-amerikanischen Raum“, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner. Die übrigen drei Prozent hält künftig Amazon -Chef Jeff Bezos über eine Investmentfirma.

Durch die Übernahme erhöht der Herausgeber von Bild und Welt nach eigenen Angaben seine globale digitale Reichweite auf rund 200 Millionen Leser. Axel Springer steige damit in den Kreis der sechs reichweitenstärksten Digital-Verlage der Welt auf. Der 2007 gegründete Business Insider mit Sitz in New York und seinen gut 325 Beschäftigten sei mit weltweit 76 Millionen Nutzern (Unique Visitors) monatlich eines der führenden Wirtschaftsportale.

Es habe neue Maßstäbe im digitalen Wirtschaftsjournalismus gesetzt, sagte Döpfner. Nun gehe es darum, „Wachstumspotenziale auszuschöpfen mit neuen Themenangeboten, neuen Standorten und neuen digitalen Inhalten.“ Gründer und Chefredakteur Henry Blodget und Julie Hansen, Chief Operating Officer und President, sollen Business Insider auch zukünftig in den aktuellen Funktionen leiten. „Wir sind enorm beeindruckt, wie sich Axel Springer für unabhängigen Journalismus einsetzt und von der globalen Vision des Unternehmens für die Zukunft.“

Der Kaufpreis beträgt den Angaben zufolge auf Basis von 100 Prozent von Business Insider 442 Millionen Dollar und basiert auf einer Bewertung von 390 Millionen Dollar. Diese Bewertung wiederum entspreche 343 Millionen Dollar für 88 Prozent der Anteile, die Axel Springer zusätzlich übernehme.

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