Sinkende Aufträge der Industrie belasten Dax

Die deutsche Industrie spürt zunehmend die schwächelnde Konjunktur in China und anderen Schwellenländer. Die Betriebe mussten im August und damit bereits den zweiten Monat in Folge ein Auftragsminus hinnehmen.

Die Industrieunternehmen in Deutschland haben den zweiten Monat in Folge deutlich weniger Neuaufträge erhalten, so das Statistische Bundesamt. Zudem wurde der Rückgang im Juli weiter nach unten korrigiert. „Eine herbe Enttäuschung“, urteilte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein. So lag der preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im August 1,8 Prozent unter der Auftragslage im Juli. Bereits im Juli verbuchte die Industrie einen Rückgang um 2,2 Prozent.

Vor allem die Hersteller von Investitionsgütern mussten herben Rückgang der Aufträge hinnehmen. Diese fielen um 2,8 Prozent. Bei den Vorleistungsgütern und Konsumgütern war die Auftragslage nicht ganz so schlecht, aber auch rückläufig.

Der unerwartet deutliche Rückgang der Industrieaufträge in Deutschland hat den Anlegern am deutschen Aktienmarkt am Dienstag die Stimmung verdorben. Die sehr freundlichen Vorgaben der Überseebörsen rückten in den Hintergrund. Der deutsche Leitindex Dax verlor im frühen Handel 0,66 Prozent auf 9750,49 Punkte.

Der MDax, in dem die börsennotierten mittelgroßen Unternehmen versammelt sind, sank um 0,24 Prozent auf 19 780,14 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax gab um 0,25 Prozent auf 1778,90 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,48 Prozent.

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