Kurse des Autozulieferers Leoni stürzen ab

Nach einer Gewinnwarnung haben Investoren am Dienstag die Leoni -Aktie in hohem Bogen aus ihren Depots geworfen. Die im MDax notierten Papiere des Autozulieferers brachen um bis zu 28,9 Prozent ein - es war der größte Kurssturz der Unternehmensgeschichte.

Die Nürnberger hatten am Vorabend mitgeteilt, dass das angepeilte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 200 Millionen Euro wegen überraschend starker Belastungen im Bereich Bordnetz-Systeme 2015 nicht erreicht werde. Der Umsatz werde jedoch wie erwartet bei 4,3 Milliarden Euro liegen. „Die Gewinnwarnung kommt überraschend, nachdem das Unternehmen vor rund drei Wochen noch den Ausblick für 2015 als auch 2016 bestätigt hat“, sagte DZ-Bank-Analyst Michael Punzet.

In den ersten 30 Handelsminuten wechselten rund vier Mal so viele Leoni-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag. Mit 38,05 Euro waren sie so billig wie zuletzt vor rund einem Jahr. Im Sog des Leoni-Kurseinbruchs gerieten auch andere Autozulieferer unter Verkaufsdruck: Continental, ElringKlinger, Hella und Grammer gaben bis zu 3,8 Prozent nach.

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