Life Sciences Branche in Österreich boomt

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Österreichs die Life Science-Branche einen Umsatz von fast 20 Milliarden Euro. Die Beschäftigungszahlen steigen ebenfalls. Vor allem im Bereich der Forschung ist noch mehr Potential zu erwarten. Eine staatliche Förderung soll der Branche noch schneller zu mehr Wachstum verhelfen.

Die gute Performance der Medizintechnik-Branche weltweit ist auch in Österreich zu spüren. Die Life-Science-Branche erwirtschaftet mittlerweile 5,8 Prozent des heimischen Bruttoinlandprodukts. 823 Unternehmen in Österreich sind mit über 50.000 Arbeitsplätzen in der Branche tätig. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 19,11 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 7,8 Prozent. 487 der Life Science-Unternehmen kommen aus dem Bereich der Biotechnologie. Der Rest kommt aus dem Pharma-Bereich.

„Während wir in anderen Bereichen aufgrund der internationalen Wachstumsschwäche kaum zulegen, verzeichnen die Biotechnologie-, Pharma- und Medizintechnologie-Unternehmen ein deutliches Umsatz- und Beschäftigungswachstum“, sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich des neuen „Life Science Report Austria“.  Vor dem Hintergrund der guten Umsatzzahlen investierten die Unternehmen etwa eine Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Das zeige, dass Österreich ein bedeutender Standort mit hohem Innovationspotenzial ist.

Weltweit steigerte die Medizintechnik-Branche ihren Umsatz auf 341 Milliarden Dollar. Die Branche profitiert vor allem auch vom großen Interesse der Investoren und Krediten. Mit 50 Milliarden Dollar verdoppelte sich das Finanzierungsvolumen der Branche insgesamt in dem im Juni endenden Zwölfmonatszeitraum.

Um die Branche in Österreich weiter zu fördern, will die österreichische Regierung 13 Millionen Euro in den Ausbau der Forschungsinfrastruktur stecken. Wer stehen bleibt, fällt zurück, gerade in der Forschung“, sagte Staatssekretär Harald Mahrer. Exzellente Forschung brauche eine moderne Infrastruktur, vor allem wenn es um die Positionierung von universitären und außeruniversitären Forschungsstätten und von Unternehmen gehe. „Wir müssen die breite Palette von unterschiedlichsten Anwendungsgebieten der Medizin, Pharmazie, Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt strategisch klug ausrichten“, so Mitterlehner.

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