Schwache China-Daten lassen Rohstoffpreise fallen

Im dritten Quartal ist das chinesische Wachstum so schwach gewachsen, wie zuletzt 2009. Die Asiatischen Märkte versanken daraufhin im Rot. Die Rohstoffpreise sanken. Der Preis für die Ölsorte Brent verlor bis dato 0,7 Prozent.

Jüngste Daten zur Konjunkturentwicklung in China haben die Anleger in Fernost zum Wochenauftakt in Atem gehalten. Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik schwächte sich im dritten Quartal weiter ab und fiel mit 6,9 Prozent so gering aus wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Allerdings waren Experten im Vorfeld der Veröffentlichung am Montag noch etwas pessimistischer gewesen und hatten lediglich mit einem Plus von 6,8 Prozent gerechnet. Deshalb wurden die Zahlen an den Aktienmärkten zunächst positiv aufgenommen. Später überwog jedoch die Skepsis, und die chinesischen Börsenindizes drehten ins Minus. Der Markt in Tokio ging mit Verlusten aus dem Handel.

Die Börse in Shanghai notierte 0,7 Prozent schwächer. Der Aktienmarkt in Hongkong sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen büßten jeweils rund 0,6 Prozent ein. Nach Veröffentlichung der chinesischen Wirtschaftsdaten konnte der japanische Nikkei-Index seine Verluste zwar vorübergehend etwas eindämmen, zum Ende ergab sich bei einem Stand von 18.131 Punkten aber ein Minus von 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle.

In Japan gerieten vor allem Unternehmen unter Druck, die ihre Geschäfte zum Großteil in China machen. So verloren Eisen- und Stahlkonzerne wie Kobe Steel und JFE Holdings jeweils rund drei Prozent. Am Devisenmarkt legte der Euro zu auf 1,1374 Dollar. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete der Dollar 119,22 Yen. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0848 und zum Dollar mit 0,9536.

Das Industriemetall Kupfer verbilligte sich um bis zu ein Prozent auf 5233 Dollar je Tonne. Brent wurde zeitweise mit 50,10 Dollar je Barrel 0,7 Prozent niedriger gehandelt. Der Preis für das US-Öl WTI gab 0,9 Prozent auf 46,84 Dollar je Fass nach. Das Reich der Mitte gilt als einer der wichtigsten Verbraucher von Rohstoffen. Schwächelt die chinesische Wirtschaft, fürchten Anleger einen deutlichen Nachfrageeinbruch. „Die Zahlen sind zwar nicht so schlecht, aber eben auch nicht super toll“, sagte Helen Lau vom Brokerhaus Argonaut Securities in Hong Kong. Die Wirtschaftsleistung legte im dritten Quartal um 6,9 Prozent zu, das ist der niedrigste Wert seit der globalen Rezession Anfang 2009. Von Reuters befragte Experten hatten mit 6,8 Prozent gerechnet.

 

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