Für Flüchtlinge: Airbus-Chef fordert Arbeitsmarkt nach US-Vorbild

Um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen will Airbus-Chef Tom Enders die Regeln am Arbeitsmarkt lockern. Dazu gehören Ausnahmen vom Mindestlohn und mehr Flexibilität bei zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen. Enders fordert "eine Deregulierung, wie man sie bisher nur aus den USA kannte".

Deutschland sollte nach Auffassung von Airbus-Chef Tom Enders seine Regeln am Arbeitsmarkt lockern, um Flüchtlinge schneller in Beschäftigung bringen zu können. In einem vorab veröffentlichten Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung schlägt Enders gezielte Ausnahmen vom Mindestlohn und mehr Flexibilität bei zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen vor. Nur so hätten Flüchtlingen die Chance, schnell Arbeit zu finden. „Wenn die Eintrittsschwelle in den Arbeitsmarkt zu hoch ist, scheitert die Integration von Einwanderern in die Gesellschaft.“

„Wir müssen den Mut haben zu einer Deregulierung, wie man sie bisher nur aus den USA kannte“, argumentiert Enders. Das US-Beispiel zeige, wie eine rasche Integration gelingen könne. „Was als Schutzmechanismus gedacht war, wird zum Instrument der Ausgrenzung“, warnte er. Pragmatismus sei gefragt. „Besser, mit Minijobs oder niedrig bezahlten Jobs in den Arbeitsmarkt einzusteigen, als gar keine Arbeit und mit Sozialhilfe zu Nichtstun und Frust verdammt zu sein“, schrieb Enders. Wo Arbeitsmärkte abgeschottet und scharf reguliert würden, könne die Integration von Migranten nicht gelingen.

Kommentare

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  1. Rudolf Steinmetz sagt:

    DEREGULIERUNG an allen Ecken und Kanten – wohl ein Zweck der ganzen Asylflut, dank Merkel.
    UND SONST? „Die Zahl der armutsgefährdeten Jugendlichen steigt stetig an. Eine Stiftung warnt vor einer verlorenen Generation“: http://bazonline.ch/wirtschaft/europas-junge-leiden-am-staerksten-unter-der-eurokrise/story/17164291

  2. Hans von Atzigen sagt:

    Schlüssig Geistreiche Zielführende Supperidee.
    Steigende Zahl von grad so Überlebenseinkommen,Kaufkraft.
    Na ja dann werden die,die sich Fliegen leisten können
    auch immer weniger. Dann muss man die Zahl der
    Flieger raduzieren.Tja dann ist halt auch sense Arbeiten, auch für
    Überlebenseinkommen.
    US Vorbild??? Wohl eher Volkswirtschaftspleite Rezepte.
    Ganz zu schweigen von den elenden Auswirkungen auf die Menschen.
    Na ja da fehlt es wohl an invormation. USA Periodisch am
    Rande der Pleite.Infrastruktur am vergammeln.
    US Vorbild??? Bravo oder was???

  3. Otto Altenberg sagt:

    Sie meinen sie wären die „Elite“ und können nur quartalsweise denken und entscheiden.
    Natürlich werden weder der vorlaute Dieter Zetsche von Mercedes, noch der fröhliche Airbus-Chef Enders verantwortlich sein, wenn Deutschland nach der Trandformation wie ein islamisches Land weder Steueraufkommen, noch Bildung, noch Kreativität haben wird. Und dazu KEIN Öl.
    Das Kurzfristdenken bringt uns um.

  4. wolfgang sagt:

    Das bedeutet letztlich die Verdrängung der deutschen Arbeitskräfte. Richtiger wäre der umgekehrte Weg. Der Schutz der Flüchtlinge vor Ausbeutung.

  5. hugo sagt:

    Wie fürsorglich doch so ein Konzernchef sein kann. Und das alles ohne Eigennutz. Er sollte vorangehen und 2 Jahre unter Mindestlohn arbeiten.