Wirtschaftsinstitut: Flüchtlinge tragen schon bald zum Wohlstand bei

Zwar seien 90 Prozent der Flüchtlinge in den ersten beiden Jahren arbeitslos, aber schon nach fünf bis sieben Jahren erwirtschaftet ein Flüchtling mehr als er den Staat kostet, so der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung.

Flüchtlinge tragen nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) schon nach wenigen Jahren zum Wohlstand in Deutschland bei. Er bezeichnete es als „schockierend“, wie einseitig die Debatte in Deutschland über Flüchtlinge geführt werde. Der Fokus liege allein auf angeblich drohenden Steuererhöhungen und sonstigen Zahlungen, sagte Fratzscher der Welt. Denn genau diese enge Fokussierung auf die staatlichen Kosten ist doch verkürzt. Aus dieser Sicht wäre auch die Hälfte aller Deutschen für den Staat ein Verlustgeschäft. Diese Perspektive ist irreführend.

Dabei würden Flüchtlinge Einkommen schaffen, die Unternehmenserträge steigern und die Produktivität der Firmen erhöhen. „Davon profitieren auch ihre deutschen Kollegen“, so Fratzscher:

Fratzscher: Ja, die Integration wird teuer und viele Jahre dauern. Die Erfahrung zeigt, dass in den ersten beiden Jahren wohl 90 Prozent aller anerkannten Flüchtlinge arbeitslos sein werden, und nach fünf Jahren könnten es noch 50 Prozent sein. Außerdem sind die Flüchtlinge im Schnitt nicht so produktiv wie deutsche Arbeitskräfte. In unseren Berechnungen gehen wir davon aus, dass sie nur zwei Drittel von dem eines deutschen Arbeitnehmers erwirtschaften.

Die Welt: Und trotzdem schaffen Flüchtlinge einen wirtschaftlichen Mehrwert?

Fratzscher: Ja, Flüchtlinge schaffen Einkommen, steigern die Unternehmenserträge und erhöhen die Produktivität der Firmen. Davon profitieren auch ihre deutschen Kollegen. Und schließlich steigern die neuen Mitbürger die Nachfrage. Nach unseren Berechnungen erwirtschaftet ein Flüchtling nach fünf bis sieben Jahren mehr, als er den Staat kostet.

Kommentare

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  1. Wolfgang Kirchner sagt:

    Soso. Wenn dem so sein sollte (was völlig unrealistisch ist / sein wird), dann frage ich
    mich, warum alle anderen EU-Länder (außer Schweden und Österreich) dann so gut
    wie keine oder nur geringfügig Flüchtlinge aufnehmen, wenn das Ganze so hoch
    provitabel sein soll. Auch Israel, welches ja direkt an Syrien grenzt, nimmt
    beispielsweise keinen einzigen Flüchtling auf. Diejenigen, welche es doch schaffen
    sollten werden dann offiziell als „Eindringlinge“ bezeichnet…!

  2. nach 5 bis 7 Jahren... sagt:

    … sind diese Wirtschaftsflüchtlinge noch immer auf der Flucht? Nach 5 bis 7 Jahren sollten diese Asylforderer längst wieder in ihrem Ursprungsland leben, arbeiten und dessen Wirtschaft „ankurbeln“! Deutschland bzw. Germany ist mit seiner Einwohnerdichte KEIN Einwanderungsland!

  3. kitty sagt:

    Volksverblödung pur!

  4. Scheinwerfer sagt:

    Um die Bürger der EU ruhig zu halten wird gelogen und betrogen das sich die Balken biegen!! Was wurde uns denn schon alles versprochen, wollte man alle Lügen hier niederschreiben würde der Platz nicht annähernd ausreichen!! Ach die Gesetze der Verfassung wurden nicht eingehalten!! Wie hat Jean Claude Juncker gesagt wenn es eng wird muss man LÜGEN! Na Bravo EU!!!!

  5. Volker K. sagt:

    Na ja, „Die Welt“ wird im selben Haus produziert wie „Bild“. Dadurch kommt dann auch
    fast das Selbe raus……

    „Dabei würden Flüchtlinge Einkommen schaffen, die Unternehmenserträge steigern und die Produktivität der Firmen erhöhen. „Davon profitieren auch ihre deutschen Kollegen“, so Fratzscher:“

    Seltsam, daß sich alle anderen Länder dieser Wohlstandsflut versperren?!