Britische Standard Chartered streicht 15.000 Arbeitsplätze

Um Kosten zu sparen, sollen in den kommenden Jahren 15.000 Stellen gestrichen werden. Das wären gut 17 Prozent der zuletzt rund 88 500 Mitarbeiter. Die lange Zeit erfolgsverwöhnte Bank, die stark in Afrika und Asien vertreten ist, war im dritten Quartal überraschend in die roten Zahlen gerutscht.

Die britische Großbank Standard Chartered will ihren radikalen Sparkurs weiter vorantreiben und bis 2018 rund 15.000 Stellen streichen. Dies soll zu einem geplanten Kostenabbau von 2,9 Milliarden Dollar beitragen, kündigte das stark auf Asien fokussierte Institut am Dienstag an.

Die Bank beschäftigt mehr als 86.000 Mitarbeiter. Zugleich teilte Standard Chartered mit, an der Börse 5,1 Milliarden Dollar frisches Kapital aufnehmen zu wollen. Mit der Umstrukturierung will der neue Vorstandschef Bill Winters die Gesellschaft wieder auf den Gewinnpfad führen. Im abgelaufenen Quartal verbuchte die Bank einen operativen Verlust von 139 Millionen Dollar. Dem Kreditinstitut macht vor allem die Abkühlung in Schwellenländern zu schaffen.

Neben der HSBC und Barclays steht die britische Bank zudem im Mittelpunkt britischer Ermittlungen zum Vorwurf der Geldwäsche bei den WM-Vergaben. Im Rahmen der US-Ermittlungen gegen FIFA-Funktionäre war einer Sprecherin zufolge deutlich geworden, dass FIFA-Gelder über Konten bei den britischen Großbanken Barclays, HSBC und Standard Chartered geleitet worden waren.

Zuletzt kündigte die Deutsche Bank an, 15.000 Stellen streichen zu wollen. Die HSBC will sogar 25.000 Arbeitsplätze wegfallen lassen. Ähnlich wie die Deutsche Bank hatten der HSBC zuletzt immer wieder auch Rechtsstreitigkeiten Probleme und Strafzahlungen bereitet.

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