Klimakonferenz: China verbrennt mehr Kohle als bisher angenommen

China verbrennt mehr Kohle als bisher offiziell angegeben wurde und trägt somit maßgeblich zur Klimaerwärmung bei. Doch am Mittwoch konnte der französische Präsident François Hollande seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping davon überzeugen, sich dem Kampf gegen die Treibhausabgase anzuschließen. Andernfalls würde die anstehende Klimakonferenz n Paris scheitern.

China verbrennt offenbar mehr Kohle als bisher von der Regierung in Peking angegeben wurde. Nach einem Bericht der New York Times soll der Verbrauch um bis zu 17 Prozent über dem angegebenen Wert liegen. Nach ersten Schätzungen soll etwa eine Milliarde Tone mehr verbraucht worden sein. „Es stellt sich heraus, dass China ein noch größerer Emittent ist als wir uns das bisher vorgestellt haben. Doch das erklärt Chinas schlechte Luftqualität“, sagt der chinesische Energie-Analyst Yang Fuqiang.

Die Meldung ist deshalb brisant, weil die französische Regierung für die anstehende Klimakonferenz in Paris auch auf die Unterstützung von China setzt. Die französische Tageszeitung La Croix kommentiert am Montag den aktuellen Besuch von Präsident François Hollande in China.

La Croix berichtet: „(Präsident) François Hollande sucht anscheinend die Unterstützung Chinas für eine regelmäßige Überprüfung der Klima-Ziele, wozu Peking bisher nicht bereit war. Eine solche Überprüfung ist erforderlich, weil die vor der Pariser Klima-Konferenz eingeholten Verpflichtungen kaum ausreichen dürften, um die Klima-Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf zwei weitere Grad zu beschränken. Anstatt lange über das halbvolle oder halbleere Glas zu brüten, sollte man besser daran arbeiten, es in den Jahren nach der Konferenz von Paris zu füllen.“

Am Mittwoch veröffentlichten Hollande und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping eine gemeinsame Erklärung zum Klimawandel. „China ist der größte Produzent umweltschädlicher Treibhausgase“, so Hollande. Deshalb habe sich das Land den Klimazielen angeschlossen. „Und zweitens hat China akzeptiert, dass wir die eingegangenen Verpflichtungen alle fünf Jahre überprüfen, damit wir bis Ende des Jahrhunderts nicht mehr als zwei Grad Erderwärmung haben“, zitiert der Deutschlandfunk Hollande.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.