Lufthansa: Flugbegleiter wollen ab Freitag streiken

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft der Lufthansa hat ab Freitag Streiks angekündigt. Ein Angebot der Airline hatte die Organisation zuvor ausgeschlagen. Die Ufo hat der Fluggesellschaft jedoch eine Frist bis 17 Uhr gesetzt, um den Streik mit einem besseren Angebot noch abzuwenden.

Der Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo lehnt die jüngste Offerte des Konzerns in dem Tarifstreit um die Altersversorgung ab und will ab Freitag die Arbeit niederlegen. „Bei dem unveränderten Angebot der Lufthansa ist ein Streik nicht mehr abzuwenden“, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Tarifexperten der Gewerkschaft hätten die am Vortag vorgelegte Offerte unter die Lupe genommen. „Da steht nichts Neues drin.“ Baublies hatte bereits zuvor betonte, dass es sich bei dem Tarifangebot um alten Wein in neuen Schläuchen handle. Die Lufthansa will nach Aussagen eines Sprechers alles daran setzen, um den Streik noch abzuwenden. Die Lufthansa-Aktien verloren am Morgen knapp ein Prozent.

Die Gewerkschaft hatte der Lufthansa eine Frist bis Donnerstag, 17.00 Uhr gesetzt. Sollte bis dahin kein verbessertes Angebot für die Alters- und Übergangsversorgung der 19.000 Stewardessen und Stewards der Lufthansa vorliegen, werde ab Freitag für eine Woche gestreikt. Wann und wo die Lufthansa-Flugzeuge am Boden bleiben, will die Gewerkschaft erst kurz vorher verraten. Die Lufthansa-Töchter Germanwings, Eurowings, Swiss und Austrian Airlines wären von dem Ausstand nicht betroffen. Der jüngste Streik war im September, als die Lufthansa-Piloten die Arbeit niederlegten.

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  1. NIK sagt:

    Und wieder profiliert sich eine Gewerkschaft auf Kosten ihrer Mitglieder. Die jetzt produzierten Kosten sorgen nur für eine schnellere Auslagerung der Arbeitsplätze. Die Lufthansa kann gar nicht anders im momentanen Umfeld. Ausser dem fliegenden Personal hat das auch fast jeder begriffen ( bis auf ein paar standfeste Gewerkschaftler ).