Arbeitgeber fordern verpfichtende Sprachkurse für Flüchtlinge

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer fordert größere Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen. Sprach- und Integrationskurse für alle Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive sollen verpflichtend sein.

Nach den Asylbeschlüssen der großen Koalition hat Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer größere Anstrengungen bei der Integration von Flüchtlingen gefordert. „Integration verlangt Anstrengungen von beiden Seiten – von der Aufnahmegesellschaft, aber auch von den Flüchtlingen selbst. Deswegen müssen Sprach- und Integrationskurse für alle Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive verpflichtend sein“, sagte Kramer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. Zudem müsse für Flüchtlinge, die mit hoher Wahrscheinlichkeit für längere Zeit oder sogar für immer in Deutschland blieben, „der Zugang zu allen Förderinstrumenten für einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung von Anfang an geöffnet sowie praxisferne Altersgrenzen für Schulzugang und Ausbildung abgeschafft werden“.

Kramer lobte zugleich die Einigung der Koalitionsspitzen. Die Beschlüsse enthielten sinnvolle und richtige Maßnahmen, um Asylverfahren deutlich zu beschleunigen. Vor allem der geplante einheitliche Ausweis und die Datenbank für Asylbewerber und Flüchtlinge mit den für die Durchführung der Verfahren in Deutschland erforderlichen Daten sei ein überfälliger Schritt.

Kommentare

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  1. Jensi sagt:

    Ja, da hat sich gerade einer gemeldet, der die Kurse bezahlen könnte.

  2. Effi sagt:

    Ich würde vielmehr Sprach- und Integrationskurse für Arbeitgeber präferieren. Arbeitgeber sind unserer Gesellschaft besonders schlecht integriert und sprechen scheinbar auch nicht unsere Sprache.

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Ob das den Wirtschaftsverbänden bewusst ist?
    Nach gängiger These ist die Wirtschaft der Leistungserbringer,
    für die Gesellschaft.Diese wird durch die Verbände Vertreten.
    Aufmerksamen Beobachtern offenbart sich ein schleichender Wandel.
    Diese Verbände mutieren immer schneller zu Vorderungsverbänden,
    an den Staat an die Gesellschaft.
    Wenn die grundsätzlichen Leistungserbringer zu Vorderern mutieren,
    heisst das im Klartext, das ganze geht gegen die Wand.
    Die Volkswirtschftliche Bruttobilanz driftet immer schneller und
    umfangreicher ins Minus,so kann und wird das NICHT aufgehen.
    Da läuft eine kaum erkannte in der Wirkung verheerende Entwicklung,
    mit nur im Grobraster absehbaren Auswirkungen.
    Freundliche Grüsse