KPN senkt Beteiligung an deutscher Telefonica

150 Millionen Aktien der deutschen Telefonica will die KPN auf den Markt werfen. Das würde die Beteiligung des Konzerns auf 15,5 Prozent zur Folge haben. KPN hatte seine Deutschland-Tochter E-Plus vor einem Jahr für 8,6 Milliarden Euro an Telefonica Deutschland verkauft.

Der niederländische Telefonkonzern KPN macht einen Teil seines Aktienpakets an Telefonica Deutschland („o2“) zu Geld. KPN kündigte am Montagabend an, 150 Millionen Aktien – rund ein Viertel seiner Beteiligung – über Nacht auf den Markt zu werfen. Damit könnten die Niederländer mehr als 800 Millionen Euro erlösen. Die Aktien würden institutionellen Investoren mit einem Abschlag von maximal drei Prozent auf den Xetra-Schlusskurs von 5,53 Euro angeboten, also zu mindestens 5,37 Euro, sagte ein beteiligter Banker der Nachrichtenagentur Reuters. Die Bücher sollen am Dienstagmorgen geschlossen werden. Mit der Platzierung beauftragt sind die Banken Citi und UBS.

Danach werde KPN noch 15,5 Prozent an Telefonica halten. Es dürfte nicht der letzte Verkauf sein. KPN-Chef Eelco Blok bezeichnete das Aktienpaket als reine Finanzbeteiligung. KPN hatte seine Deutschland-Tochter E-Plus vor einem Jahr für 8,6 Milliarden Euro an Telefonica Deutschland verkauft. Für einen Teil davon hatten die Niederländer Aktien von Telefonica Deutschland erhalten.

Rund 70 Prozent des Erlöses aus der Platzierung sollen im kommenden Jahr als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Das wären rund 570 Millionen Euro. Mit dem Rest will KPN einen Teil seiner Schulden tilgen.

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