Lenovo verzeichnet größten Quartalsverlust

Die kostspielige Sanierung des Smartphone-Geschäfts hat dem weltgrößten PC-Hersteller Lenovo einen hohen Quartalsverlust eingehandelt. Der chinesische Konzern meldete am Donnerstag ein Minus von 714 Millionen Dollar.

Der weltgrößte Computer-Hersteller Lenovo ist im abgelaufenen Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht. Negativ zu Buche schlugen Kosten für Übernahmen und Umstrukturierungen, wie das chinesische Unternehmen am Donnerstag in Hongkong mitteilte. Die kostspielige Sanierung des Smartphone-Geschäfts hat dem weltgrößten PC-Hersteller Lenovo einen hohen Quartalsverlust eingehandelt. Der chinesische Konzern meldete am Donnerstag ein Minus von 714 Millionen Dollar.

Den Nettoverlust im zweiten Geschäftsquartal bezifferte Lenovo mit 714 Millionen Dollar (rund 663 Millionen Euro) nach einem Gewinn von 262 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Es war der größte Verlust, den das Unternehmen jemals in einem Quartal verzeichnete. Er fiel jedoch geringer aus als von Analysten erwartet. Sie hatten im Schnitt mit knapp 788 Millionen Dollar gerechnet.

Lenovo hat im vergangenen Jahr zwei Milliarden-Übernahmen gestemmt. Der Konzern kaufte für fast drei Milliarden Dollar den Handy-Hersteller Motorola von Google und übernahm die Kleinserver-Sparte von IBM. Das Geschäft mit PCs und Windows-Tablets ist nach wie vor das mit Abstand wichtigste Standbein von Lenovo und macht rund zwei Drittel der Erlöse aus. Im vergangenen Quartal sank der Umsatz um 17 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Lenovo erklärt das unter anderem damit, dass der starke Dollar die Verkäufe in Regionen wie Europa, Mittlerer Osten und Afrika gebremst habe.

Im Mobil-Geschäft verdoppelte sich der Umsatz dank der Integration von Motorola auf 2,7 Milliarden Dollar. Es gab einen Vorsteuerverlust von 217 Millionen Dollar. Die Verkäufe von Smartphones des Konzerns legten jetzt vor allem außerhalb Chinas zu, hieß es. Die Verluste bei Motorola sollen nach der Umstrukturierung in einem bis zwei Quartalen gestoppt werden.

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.