Mit Diamantenstaub gegen die Erderwärmung

Diamantenstaub in der Luft soll die Erderwärmung stoppen können, so Harvard-Forscher. Die glänzenden Partikel könnten demnach das Sonnenlicht reflektieren und so den Planeten vor der Überhitzung retten. Die Kosten für das Material könnten bald sinken, da Diamanten immer einfacher künstlich hergestellt werden können

Forscher der US-amerikanischen Harvard University haben eine Lösung gegen den Klimawandel vorgestellt: Diamantenstaub in der Luft zu verteilen könne demnach die Erderwärmung aufhalten. Man müsse nur Milliarden von Dollar für den Staub investieren und diesen am Himmel verteilen. Die glänzenden Partikel würden das Sonnenlicht effektiv reflektieren und so den Planeten vor dem Überhitzen retten.

Dies ist nicht der erste Ansatz, die Erderwärmung durch Kühlung zu stoppen: Eine Alternative zu der offensichtlich mühsameren Methode, die Menschheit dazu zu bringen, jene Aktivitäten herunterzuschrauben, die für die Aufheizung des Planeten verantwortlich sind.

Bisherige Ansätze zum so genannten Geo-Engineering hatten jedoch oft das Problem, dass die Stoffe, die in der Luft verteilt werden sollten, potentiell giftig sind. Aus diesem Grund ist etwa der Ansatz aus China, Schwefelsalz-Spray am Himmel zu verteilen, langfristig zu gefährlich. Das so gebildete Sulfat-Dioxid kühlt die Luft, könnte jedoch dafür im Nebeneffekt die untere Stratosphäre aufheizen.

Die Erfahrungen aus China brachten die US-Wissenschaftler auf eine ähnliche Idee –  jedoch mit ungefährlicheren, dafür aber weitaus teureren Materialien: Sie wollen für Milliarden von Dollar tonnenweise Diamantenstaub mit Aluminium-Partikeln versetzen und in der Atmosphäre verteilen. Pulverisierte Diamanten seien schonender für die Ozonschicht, so die aktuelle Studie der Forscher. Zudem würde dadurch die Stratosphäre nicht aufgeheizt und die Zunahme an diffusem Licht auf der Erdoberfläche wäre auch weniger gravierend als bei einem Einsatz von Sulfatsalzen.

Einen Haken hat das neue Material aber dennoch: Diamanten sind sehr teuer. Allerdings sind die Forscher überzeugt, dass sich dies wegen der verbesserten Methoden zur Herstellung künstlicher Diamanten bald ändern wird: Bis zum Jahr 2065, wenn die Erdbevölkerung die 10-Milliarden-Grenze erreicht, würde es demnach nur noch 5 Dollar pro Person kosten, 450.000 Tonnen der Nanopartikel ins Weltall zu schießen, erklären die Wissenschaftler im Fachmagazin Nature.

Kommentare

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  1. Rainer sagt:

    Hallo,
    wie dämlich ist denn diese Idee. Diamanten sind eines der härtesten Materialien und die Kanten können messerscharf sein. Wenn die Teile in der Luft sind dann atmen wir das auch in unsere Lungen und wie man weiß dringen Nanopartikel bis in Lungenbläschen vor. Wir zerstören damit unsere Lungen-tolle Idee !! Wir sollten alle unseren Lebensstandard überdenken. 10 Milliarden Menschen können nicht so leben wie wir im Moment, wir müssen Wege finden um die fossilen Brennstoffe in der Erde zu lassen und damit CO2 zu reduzieren. Aber der Energiehunger der Menschheit wird grandios steigen, da helfen auch die Windräder und Solaranlagen nicht. Im Moment bauen gerade die Chinesen jede Woche eine neues Kohlekraftwerk und auch in Hamburg ist dieses Jahr wieder eines in Betrieb gegangen für die nächsten 30 Jahre. So wird das nichts mit der CO2 Verminderung, und dem 2C Ziel. Außerdem bescheißen wir uns ja selbst, die Engländer verbrennen Holzpellets in ihren Kraftwerken (gilt als CO2 neutral ), die Autobauer und Gesetzgeber bescheißen bei den CO2 und Verbrauchswerten und rechnen alles schön. Und die vielen großen SUV mit hohem Gewicht und hohen Verbräuchen fahren immer mehr auf unseren Straßen herum obwohl so eine Fahrzeug eigentlich niemand braucht. In den Schwellenländern setzt man zwar auch auf erneuerbare Energie, aber eben auch auf die billige Kohleverbrennung wie in Brasilien, China oder Indien. So werden die Klimaziele wohl niemals erreicht werden und die Menschen rotten sich langsam selbst aus, ja und dann hat die Erde und die Natur wieder Millionen Jahre Zeit sich von dem Parasit Mensch zu erholen.

  2. Andreas sagt:

    Das neue Material hat nicht nur einen Haken. Sie schreiben „Sie wollen für Milliarden von Dollar tonnenweise Diamantenstaub mit Aluminium-Partikeln versetzen“. Der Haken sind die Aluminiumpartikel, welche die Gesundheit von Flora und Fauna extrem beeinträchtigen. Es gibt nur einen Weg für die Menschheit und dieser ist „voller Respekt vor der Natur“. Wenn wir ihn nicht freiwillig gehen, wird die Natur uns dazu zwingen.

  3. Homo cogitans sagt:

    Leider findet sich in dem Artikel keine Information darüber, ob diese hellen Geister auch bedenken, was mit dem „tonnenweise(n) Diamantenstaub mit Aluminium-Partikeln“ passiert, NACHDEM er in die Atmosphäre geblasen wurde?

    Düngt der dann irgendwann unsere Felder und „veredelt“ unsere Nahrung und unser Wasser? Letzteres glitzert dann sicher noch schöner im Sonnen- oder Mondlicht …

    Wir haben keine Ahnung von der Komplexität und den Interdependenzen der verschiedenen Systeme, aber fuhrwerken munter darin rum. Ei ei ei …