Schweiz: Asien bringt Uhrenexporte zum Einbruch

Die Schweizer Ausfuhren sind im Oktober deutlich zurückgegangen. Bis auf die Chemisch-Pharmazeutische Industrie verbuchten alle Branchen rückläufige Umsätze. Vor allem die Uhren und in der Metallindustrie waren betroffen. Hier ist besonders der abnehmende Handel mit Hong Kong anzuführen.

Die Schweizer Wirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Während die Exporte in die USA und ins Vereinigte Königreich im Oktober zulegten, fielen sie in vielen Absatzmärkten dagegen massiv. So gingen beispielsweise die Ausfuhren nach Europa (-6 %), nach Lateinamerika (-14 %), Ozeanien und teilweise auch nach Asien stark zurück. „Im Oktober 2015 gingen die Ausfuhren insgesamt um 4,7 % (real: – 1,5 %) auf 18,8 Mrd. Fr. zurück, wobei die Güterpreise um 3,2 % sanken“, so die Eidgenössische Zollverwaltung.

Die Exporte nach Russland gingen um ein Drittel zurück,  die nach Hongkong sanken sogar noch mehr. Die Uhrenindustrie verbuchte in dem Partnerland ein Exportminus von 40 Prozent und die Branche der Maschinenbauer ein Minus von 68 Prozent. Insgesamt gingen die Uhrenexporte im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um real 13,2 Prozent zurück. Im Zeitraum zwischen Januar und Oktober fielen die Ausfuhren der Uhrenindustrie um real 3,9 Prozent.

Die wichtigsten Uhrenexporteure weltweit sind die Schweiz, Hongkong, China, Frankreich und Deutschland. Etwa 1,2 Milliarden Uhren wurden im vergangenen Jahr weltweit produziert. Die Zahl der exportierten Uhren übertrifft allerdings die Zahl der produzierten, da Uhren teilweise zunächst in bestimmte Länder exportiert und von dort noch einmal weiter exportiert werden. Hongkong beispielsweise importierte im vergangenen Jahr Uhren im Wert von 10,9 Milliarden Franken, exportierte aber wiederum Uhren im Wert von 10,4 Milliarden Franken. Deshalb schmerzten Rückgänge der Uhrenexporte nach Hongkong die Schweizer Unternehmen.

Ebenfalls unbefriedigend fielen die Schweizer Importe im Oktober aus. „Mit Ausnahme von Ozeanien waren die Einfuhren aus sämtlichen Regionen rückläufig.“ So blieben beispielsweise bei Afrika (-63 %) die Erdölimporte aus Libyen vollständig aus:

„Bei den Investitionsgütern (- 10 %) nahmen im Nutzfahrzeugbereich die Importe von Luftfahrzeugen mit – 59 % besonders deutlich ab. Zu nennen sind ferner die gesunkenen Zufuhren von Krafterzeugungsmaschinen (- 15 %) sowie Baubedarfswaren (- 12 %). Dagegen erhöhten sich die Importe von Übermittlungsapparaten und -installationen um ein Fünftel.“

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