Elektrokonzern ABB übernimmt Striebel & John zur Gänze

Trotz der derzeit wirtschaftlich schwierigen Situation des Schweizer Unternehmens will ABB nun die restlichen 49 Prozent von Striebel & John übernehmen. Damit setzt ABB auf Wachstum in Zeiten sinkender Aufträge und fallender Umsätze.

Der Elektrokonzern ABB übernimmt den deutschen Elektrotechnik-Spezialisten Striebel & John komplett. Die Schweizer erwerben die restlichen 49 Prozent von der Gründerfamilie, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Bereits seit 1993 hielt ABB mit 51 Prozent die Mehrheit an dem badischen Unternehmen. Über den Kaufpreis für den Rest sei Stillschweigen vereinbart worden. Striebel & John ist auf Stromverteilungstechnik in Häusern und Industriebetrieben spezialisiert.

Allzu weit kann sich ABB jedoch nicht aus dem Fenster lehnen. Der Abschwung in China und der starke Franken und Dollar hatten dem Unternehmen schon zur Jahresmitte Schwierigkeiten bereitet. Der Umsatz sank im ersten Quartal um 10 Prozent auf 8,56 Milliarden US-Dollar, wie der Elektronik-Konzern, der in Dollar abrechnet. Ohne Währungseffekte und Zu- oder Verkäufe wäre es ein Plus von drei Prozent gewesen. Auch beim Auftragseingang machte sich die starke US-Währung bemerkbar.

„Unsere Ergebnisse im dritten Quartal spiegeln das herausfordernde Marktumfeld wider, in dem wir uns bewegen“, sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. Die kurzfristig umsatzwirksamen Aufträge im Öl- und Gassektor, in China und den USA seien rückläufig gewesen. Zudem stehe dem Auftragseingang ein starkes Vorjahresquartal gegenüber, in dem die Divisionen Energietechniksysteme und Prozessautomation Rekordwerte bei den Großaufträgen erzielten.

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