Arbeitslosigkeit in Frankreich auf Rekord-Höhe

Die Arbeitslosigkeit in Frankreich ist ungeachtet aller Maßnahmen der Regierung im Oktober auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Präsident Hollande ignoriert seit Monaten die EU-Defizit-Ziele – doch es hat dem Arbeitsmarkt nichts gebracht.

Die Zahl der Erwerbslosen habe um 42.000 auf 3,589 Millionen zugenommen, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Das sei zum Vormonat ein Plus von 1,2 Prozent und zum Vorjahreszeitraum von 3,7 Prozent. Seit dem Amtsantritt von Präsident Francois Hollande im Mai 2012 hat sich die Arbeitslosenzahl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone damit um mehr als eine halbe Million erhöht.

Die Regierung in Paris stützt den Arbeitsmarkt mit Milliardenprojekten insbesondere für Jugendliche und Senioren. Frankreichs Wirtschaft hat zuletzt wieder etwas Schwung gewonnen. Sie wuchs im dritten Quartal um 0,3 Prozent.

Der Staatschef hatte ursprünglich versprochen, den Negativtrend bis Ende 2013 dauerhaft zu stoppen. Eine erneute Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2017 hatte er vor einigen Monaten erneut von einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit abhängig gemacht. Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie im September bei 10,7 Prozent, in der Bundesrepublik bei 4,5 Prozent.

 

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