Nach Anschlägen: Hollandes Beliebtheit steigt sprunghaft

Hollandes hartes Durchgreifen in Folge der Terroranschläge von November trifft den Nerv der französischen Bevölkerung. In aktuellen Umfragen ist das Vertrauen in Hollande wieder deutlich gestiegen. Allerdings ist die Zahl der Menschen, die Hollande nicht mehr Vertrauen weiterhin sehr hoch.

Frankreichs Präsident Francois Hollande findet mit seiner Politik nach den Anschlägen von Paris deutlichen Zuspruch bei seinen Landsleuten. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von TNS-Sofres One Point für die Zeitung Le Figaro zufolge stieg das Vertrauen in den Staatschef im Dezember auf 35 Prozent von 15 Prozent im Monat zuvor. So gute Werte wurden für Hollande zuletzt vor drei Jahren registriert. Seit seiner Wahl im Mai 2012 hatte der Sozialist regelmäßig die schlechtesten Umfragewerte der französischen Geschichte. Mit dem neuen Wert liegt er nun höher als sein konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy zum gleichen Zeitpunkt in dessen Amtszeit.

Allerdings bleibt unklar, wie nachhaltig dieser Anstieg sein wird. In der Umfrage gaben 63 Prozent der Befragten an, sie vertrauten Hollande nicht. Zudem waren seine Beliebtheitswerte auch nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt im Januar kurzzeitig gestiegen.

Hintergrund der Unzufriedenheit vieler Franzosen mit Hollande ist insbesondere die Kritik an seiner Wirtschaftspolitik. Die Arbeitslosigkeit in Frankreich liegt auf einem Rekordhoch Am 6. und 13. Dezember finden in Frankreich Regionalwahlen statt, bei denen die Sozialisten schwere Verluste erleiden dürften. Die nächste Präsidentenwahl ist für 2017 angesetzt.

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