Deutsche Konzerne verlieren Umsätze in Russland

Das Russland-Geschäft der Dax-Konzerne bricht ein. Während vor zwei Jahren noch 22 Milliarden Umsatz erwirtschaftet wurde, sind es 2015 nur noch 15 Milliarden.

Die Russen kaufen immer weniger bei deutschen Unternehmen ein: Das Russland-Geschäft der deutschen Dax-Konzerne ist nach einer Studie der Unternehmensberatung EAC im laufenden Jahr weiter eingebrochen. Zusammen erwirtschafteten die 30 Dax-Unternehmen voraussichtlich nur noch rund 15 Milliarden Euro Umsatz in Russland, sagte EAC-Partner Dietmar Kusch am Mittwoch in München. Vor zwei Jahren seien es noch 22 Milliarden, im vergangenen Jahr noch 19 Milliarden Euro gewesen.

Russland stecke in einer Wirtschaftskrise, die vor allem auf den Ölpreisverfall zurückzuführen sei, erklärte Kusch. Dazu kämen die Abwertung des Rubel, die Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds und die verhängten EU-Sanktionen. Sinkende Löhne und zurückgehende Investitionen sorgten für leere Auftragsbücher.

Im kommenden Jahr erwarten die auf Schwellenländer spezialisierten Unternehmensberater für das Russland-Geschäft der deutschen Konzerne Stagnation und ab 2017 „eine flache Erholungskurve“.

Die umsatzstärksten Dax-Konzerne in Russland seien im vergangenen Jahr die Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW gewesen, daneben Siemens, der Energieversorger E.ON und der Chemiekonzern BASF. Nicht nur die Umsätze seien im Schnitt zweistellig gesunken, zugleich sei auch die Gewinnmarge zurückgegangen – von sieben auf vier Prozent.

Einzelne Unternehmen mit Produktion oder Dienstleistungen vor Ort wie E.ON, die Deutsche Post oder Henkel hätten aber immer noch überdurchschnittliche Margen erreicht. Adidas und Henkel hatten der Studie zufolge auch den höchsten Umsatzanteil in Russland, nämlich rund sieben Prozent.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Kulleraugen sagt:

    Na das wird sich die Nato und Neocons aber freuen und bei Merkel Bedanken

  2. ariovist sagt:

    Wie konnte sich die deutsche Kanzlerin zum englischen Politiker Nigel Farage wie nachstehend so äußern, wo sie doch die Meinung (ihres?) Volkes in Ermangelung einer Volksabstimmung über den seinerzeitigen Beitritt zur EU und insbesondere über den Verzicht auf die damals grundsolide D-Mark gar nie kennen kann? Handelt sie wirklich für das Volk, auf dessen Wohl sie eingeschworen wurde oder doch nur im Autrag hintergründiger politischer Drahtzieher? Wörtliches Zitat:

    „Es ist uns völlig egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit die 60-Prozent-Marke erreicht. Es ist uns völlig egal, ob 25 Prozent der Privatunternehmen zusammenbrechen. Es ist offen gesagt sogar egal, ob ganz Griechenland zusammenbricht, solange wir das europäische Projekt erhalten.“ http://www.geolitico.de/2012/10/13/merkel-nimmt-fur-europa-sogar-60-prozent-arbeitslose-in-kauf/