Mehr PS weniger Sprit: Bausatz rüstet alte Autos mit Elektro-Antrieb aus

Ein sizilianisches Startup hat einen Bausatz entwickelt, der jedes Auto mit einem Elektro-Antrieb ausstattet. Eine Installation des Zusatzaggregats dauert nur 30 Minuten, spart bis zu 90 Prozent Sprit und verlängert Reichweite und Lebensdauer der Fahrzeuge. Der zusätzliche Antrieb erhöht dank der zusätzlichen PS zudem die Höchstgeschwindigkeit.

 

Ein sizilianisches Startup namens Newtron hat eine vielversprechende Erfindung vorgestellt: Mittels Fertig-Bausatz kann jedes beliebige Auto mit einem  Elektro-Antrieb ausgestattet werden, so das Versprechen der Entwickler. Eine Installation des Zusatzaggregats dauert nur 30 Minuten und bringt nicht nur bis zu 90 Prozent Sprit-Ersparnis, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Fahrzeuge. Neben einer Reduktion der CO2- Emissionen und Betriebskosten schafft der zusätzliche Antrieb gleichzeitig eine Erhöhung der Reichweite und dank der zusätzlichen PS auch eine verbesserte Höchstgeschwindigkeit.

Der Zusatz-Antrieb ist komplett in Italien gefertigt und ist mit allen Fahrzeugmarken und allen Verbrennungsmotoren auf dem Markt kompatibel, sei es Benzin-, Diesel- oder Erdgas-Antrieb. Bei umsichtiger Fahrweise könnte der Verbrauch auf bis zu 1,5 Liter pro 100 Kilometer gesenkt werden, so der Hersteller auf der Homepage des Unternehmens.

Das Newtron-Kit verspricht, jedes beliebige Auto auf dem Markt zu einem Hybrid umzurüsten und eröffnete damit neue Möglichkeiten für all diejenigen, die sich kein neues Auto mit Elektro-Antrieb leisten können. Zahlreiche Autobauer bieten zwar bereits fertige Hybrid-Fahrzeuge an, allerdings erhöht das Konzept, ein Hersteller-unabhängiges Bau-Kit anzubieten, die Chancen auf eine schnellere Verbreitung ungemein, da nicht nur Neukäufer angesprochen werden, sondern auch Alt-Fahrzeuge beliebig aufgerüstet werden können.  Das System soll dabei weder die Elektronik noch die Betriebssicherheit des Fahrzeugs beeinflussen, noch muss es über elektrische Ladestationen aufgeladen werden.

Der Motor hat drei Anwendungsmodi: In der Funktion „Auto“ arbeiten beide Motoren bis zu einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde zusammen, für höhere Geschwindigkeiten ist ausschließlich der Verbrennungsmotor zuständig. Im Stadtbetrieb liegt dabei die Kraftstoffersparnis bei 50 Prozent. In der Betriebsstufe „Lev“ wird nur der Elektromotor benutzt, während der Verbrennungsmotor die energieintensiven Teile wie Servolenkung und Klimaanlage versorgt. Die Kraftstoffeinsparungen erreichen so bis zu 90 Prozent. Wird das Fahrzeug auf „Sport“ eingestellt, erfolgt der Antrieb über den Verbrennungsmotor und zwei auf beide Achsen verteilte Elektromotoren, was neben einer Kraftstoffersparnis von 20 Prozent auch zu einer Leistungssteigerung um 20 PS führt.

Das Kit kostet beispielsweise für die Aufrüstung eines herkömmlichen Fiat Cinquecento 10.000 Euro, allerdings kommen derzeit noch 6800 Euro Zusatzkosten hinzu, da das entsprechende Prüfverfahren für die Zulassung derzeit nur in Deutschland möglich sei.

Kommentare

Dieser Artikel hat 10 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Albert Mayer sagt:

    Wenn man sich dieses Video anschaut erkennt man dass einige Kommentatoren das System nicht verstanden haben: http://www.emobilitaetonline.de/news/forschungsprojekte/2215-forscher-entwickeln-hybrid-umruestkit-fuer-3-000-euro-mit-video
    Aus einem Frontantrieb wird ein Allradfahrzeug gemacht durch 3 Radnabenelektromotoren.

    Dennoch glaube auch ich nicht an das System, zumindest was die Umrüstzeit betrifft. Alleine der Einbau des Akkus benötigt sicher viel mehr Zeit. Und dass 1-2 m² Solarzellen einen nennenswerten Beitrag zum Vortrieb bringen sollen, nicht einmal im sonnigen Sizilien. Zumal biegsame Solarzellen einen niedrigeren Wirkungsgrad haben als steife Panels.

    Aber sie suchen ja erst einmal Geld…

  2. fZ sagt:

    Wer sich nur ein mal im Leben unter ein Auto gelegt hat weiß, dass das völliger Humbug ist. Zwei auf beide Achsen verteilte Elektromotoren? Bei einem Fronttrieblet braucht man dann für die Hinterachse ein Getriebe und Antriebswellen… Bei vielen Fahrzeugen, die nicht zufällig auch als Allradvariante konzipiert wurden, geht da schon das Licht aus. Und der Rest hat Platz genug für einen zusätzlichen EMotor im Motorraum? Und wo soll der angeflanscht werden? Vielleicht statt Lichtmaschine? Wow – da haben wir einen Mikrohybrid für 17000€ Aufpreis. Spart garantiert bis zu 90% Kraftstoff. Muhahaha
    Schon etwas blauäugig einfach die Texte aus der Präsentationsbroschüre abzutippen ohne sie zu hinterfragen.

  3. Justus von Sabbelwasser sagt:

    Na ja, bisher propagierte DMN ja meist perpetui mobili im Brustton der Überzeugung.
    Dagegen ist diese Träumerei von 30 Minuten geradezu nüchtern zu nennen.
    Wenn man auch immer noch den Eindruck haben kann, die Autoren hingen sammt und sonders an der Pulle.
    Es gibt aber sicher besseren Schabau.

  4. Writing.Angel sagt:

    Schade, wollte schon frohlocken, aber da stimmt ja wohl etwas nicht – mal abgesehen von dem Preis von 17.000 €, für den man schon einen jungen, gebrauchten E-Smart (11.000) oder sogar E-Golf bekommt. Solch eine komplexer Umbau kann ja wohl nie im Leben in 30 Minuten erfolgen – vielleicht in 3 Tagen? Das wäre schon schnell.

  5. Sabine Dettmann sagt:

    Ja ja. Passt in ALLE Autos. In nur 30 Minuten… Die neue Erfindung kommt aus Italien? So wie der Rossi Generator?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Rossi_%28Unternehmer%29

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Focardi-Rossi-Energiekatalysator

  6. Horst G Ludwig sagt:

    Viel zu teuer und wird mit Sicherheit mehr als 2 Stunden brauchen, je nach Kfz. Anstatt da einen vergammelten Karren auf- und umzuruesten kauft man sich wirklich besser ein erschwingliches e-Auto, denn die beginnen schon sehr bald mit den Preiskämpfen.

  7. Andreas N. sagt:

    Viel zu teuer…..
    Ein tolles Märchen !

  8. Peter G. sagt:

    Also das mit der halben Stunde halte ich für ein Märchen. Selbst wenn für einen bestimmten Fahrzeugtyp (hier: Fiat 500) ein exakt passender Bausatz vorhanden wäre, müssten doch der Originalmotor mit Getriebe, usw. ausgebaut und neue Bedienelemente und Instrumente eingebaut . Und das alles in 30 Minuten? Das schaffen auch italienische Monteure nicht.

  9. Bernhard Russ sagt:

    Kommt man damit auch auf den Mond fahren?

  10. Echt sagt:

    Echt preiswert