Smart-Home: Digitalstrom kooperiert mit US-Autobauer Tesla

In allen Tesla-Elektroautos kommt künftig Digitalstrom-Software zum Einsatz, die das Smart Home von unterwegs steuert. Per Touchscreen können Tesla- Besitzer so etwa Licht, Heizung oder Garagentor steuern, noch bevor sie zu Hause sind. Die deutsch-schweizerische Technologie kommt so serienmäßig in jedes neue Tesla-Modell.

Das deutsch-schweizerische Unternehmen Digitalstrom bringt seine Smart-Home-Lösung nun auch ins vernetzte Auto. Serienmäßig würden künftig die Elektrofahrzeuge von Tesla einen integrierten Zugang zur Steuerung etwa der Hausbeleuchtung oder der Rollläden ermöglichen, teilte das Unternehmen mit. Das Konzept hatte Digitalstrom bereits zur vergangenen IFA in Berlin vorgestellt. Nun sei die Integration serienreif. Der Fahrer kann damit bereits im Auto über den Browser im fest installierten Touchscreen die Außenbeleuchtung zu Hause aktivieren oder das Garagentor öffnen.

Es können aber auch ganze Abläufe hinterlegt werden: Mit der Aktion „Ich komme nach Hause“ schaltet der Kunde beispielsweise die Außen- und Treppenhaus-Beleuchtung ein und öffnet das Garagentor. Dabei lassen sich auch zeitliche Parameter einbeziehen, damit die Heizung beispielsweise die Wohnräume rechtzeitig auf die individuelle Wunschtemperatur bringt. Alles wird mit einfachen Berührungen auf dem Touchscreen gesteuert. Alle Aktionen werden zudem in einer Übersicht im Browser des Fahrzeugs dargestellt und vom Fahrer individuell ausgewählt, zusammengestellt und abgespeichert.

Die Informationen zwischen Auto und Haus werden über die „Text-zu- Digitalstrom -Schnittstelle“ ausgetauscht, um den Kunden eine einfache Einrichtung der Oberfläche und Schaltflächen zu ermöglichen, die dann entsprechende Aktionen im Smart Home auslösen. Offene Schnittstellen ermöglichen, dass Anwendungen wie diese für den Tesla schnell, einfach und ohne langwierige Entwicklungspartnerschaft realisiert werden können.

Die Kooperation mit Tesla sei daher nur ein erster Schritt, um zu zeigen, wie einfach eine Verbindung von Auto und Haus über offene Schnittstellen realisiert werden könne, sagte Digitalstrom-Chef Martin Vesper der dpa. Die Anwendung habe man für die Tesla-Limousine realisiert, weil das Unternehmen bisher als einziger Fahrzeughersteller konsequent mit eben solchen offenen Schnittstellen arbeitet. Weitere Kooperationen sollen folgen. Proprietäre Schnittstellen, wie sie in der traditionellen Autobranche üblich seien, machten allerdings mehr Aufwand erforderlich.

Digitalstrom hat nach Angaben Vespers mehrere tausend Kunden in Deutschland und „etwas mehr“ in der Schweiz. Der amerikanische Elektro-Limousinen-Pionier Tesla vertrieb in Deutschland bislang rund 1300 Fahrzeuge seines S-Modells. Neben dem Tesla sind bereits viele weitere Produkte über offene Schnittstellen mit Digitalstrom eingebunden, darunter Multiroom-Audiosysteme, smarte Leuchten sowie Sprachsteuerungs-Apps für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets.

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