US-Starinvestor Buffett stößt Münchener-Rück-Aktien ab

US-Investor Buffett hat erneut in großem Maße Aktien der Münchner Rück veräußert. Vor fünf Jahren hatte sich der Investor eingekauft. Seitdem legten die Aktien um über 80 Prozent zu.

Der US-Starinvestor Warren Buffett treibt seinen Ausstieg bei der Münchener Rück mit großen Schritten voran. Binnen gut zwei Monaten warf Buffett mehr als die Hälfte seines verbliebenen Anteils an dem Rückversicherer auf den Markt, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Freitagabend hervorgeht. Die 8,53 Millionen Papiere haben zum Schlusskurs vom Freitag einen Wert von rund 1,56 Milliarden Euro. Buffett, der über seine börsennotierte Holding Berkshire Hathaway seit 2010 an der Münchener Rück beteiligt ist, hält nun noch 4,6 Prozent an dem weltgrößten Rückversicherer. Sein restliches Aktienpaket ist immer noch 1,4 Milliarden Euro wert.

Der Rückzug kommt nicht überraschend. Buffett hatte seinen Anteil schon im September von fast zwölf Prozent auf weniger als zehn Prozent reduziert und im November bekräftigt, die Münchener Rück stehe – wie der Konkurrent Swiss Re – auf seiner Verkaufsliste. Das Engagement in München hat sich für Berkshire gelohnt: Seit Buffetts Einstieg vor fünf Jahren hat die Aktie der Münchener Rück um mehr als 80 Prozent zugelegt. Zum Anlage-Imperium des 85-Jährigen gehört auch der US-Rückversicherer General Re.

Die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin und das Erdbeben in Chile haben die Münchner Rückversicherung im dritten Quartal belastet. Der Vorstand hatte den Schaden von Tianjin für die Versicherungsbranche insgesamt auf 2,1 bis 2,7 Milliarden Dollar geschätzt. Die Hannover Rück teilte mit, dass sie trotz der beiden Katastrophen ein Prozent mehr verdient hat als vor einem Jahr. Für den weltweiten Branchenführer Munich Re erwarten die meisten der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten aber einen spürbaren Gewinnrückgang.

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