US-Deal: Merck baut Position in Chipbranche aus

Der Darmstädter Merck -Konzern stärkt mit dem Kauf der US-Firma Ormet Circuits seine Position als Zulieferer für die Halbleiterbranche. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Mit dem Zukauf der US-Firma Ormet Circuit will Merck sein Geschäft in der Chipbranche ausbauen. Der deutsche Zulieferer besaß bereits einen Minderheitsanteil an dem US-Unternehmen. Nun wurden die „restlichen Aktien“ erworben, so das Unternehmen.

Ormet habe eine leitfähige Paste entwickelt, die bei der Chipherstellung verwendet werde und eine längere Lebensdauer sowie höhere Gebrauchstemperaturen als andere Stoffe ermögliche, teilte Merck am Montag mit. Dies sei vor allem angesichts der steigenden Nachfrage nach Smartphones und tragbaren Computern interessant. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

„Die bleifreien Pasten von Ormet nutzen eine neue, patentierte Sinter-Technologie“, so Merck. „Durch diese Technologie können die bisher eingesetzten, meist bleihaltigen Lötmittel in den Halbleiter-Anwendungen ersetzt werden.“ Zudem werde dadurch die Lebensdauer der Bauteile verbessert, insbesondere bei Bauteilen, die bei höheren Temperaturen betrieben werden.

Im vergangenen Jahr hatte der Dax-Konzern die britische Chemiefirma AZ Electronic erworben und damit sein Geschäft mit Flüssigkristallen vergrößert. Erst kürzlich schloss Merck die 17 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich ab.

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