Mittelstand erwartet schlechtere Geschäfte

Der deutsche Mittelstand bleibt ein Jobmotor - trotz trüberer Geschäftsaussichten. Jedes fünfte Unternehmen will im nächsten halben Jahr Personal einstellen. Und das, obwohl sich die Geschäftserwartungen im Vergleich zum Frühjahr merklich eingetrübt haben. Daher sind viele Mittelständler nicht mehr ganz so investitionsfreudig.

Die deutschen Mittelständler schauen trotz guter Geschäftslage mit Sorge in die Zukunft. „Die Geschäftserwartungen im Mittelstand haben sich merklich eingetrübt“, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der genossenschaftlichen Finanzgruppe unter etwa 1300 Firmen. „Der Einbruch betrifft alle Unternehmensgrößen und fast alle Branchen.“ Während die Chemie- und Kunststoffindustrie noch den größten Optimismus an den Tag lege, erwarteten die mittelständischen Bauunternehmen mehrheitlich, dass sich ihre aktuell vergleichsweise gute Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten eintrübe.

Wegen des skeptischeren Ausblicks sind die Betriebe insgesamt „nicht mehr ganz so investitionsfreudig wie im Frühjahr“, wie aus der Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), der DZ Bank und der WGZ Bank hervorgeht. Die Firmen wollen dabei die vorhandenen Kapazitäten eher erhalten als ausbauen. Beim Personal bleiben viele Unternehmen optimistisch: Jeder fünfte befragte Mittelständler will in den nächsten sechs Monaten neue Mitarbeiter einstellen.

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