EU-Parlament lehnt Monsanto-Zulassung ab

Das Europaparlament hat Einspruch gegen die Zulassung einer neuen Gen-Mais-Sorte von Monsanto durch die Kommission eingelegt. Die Abgeordneten verlangen, die Freigabe zurückzunehmen. Kommissionspräsident Juncker dürfe diese „Entscheidung der gewählten Volksvertreter“ nicht ignorieren.

Das Europaparlament hat Einspruch gegen die Zulassung einer neuen gentechnisch veränderten Maissorte des Monsanto-Konzerns durch die EU-Kommission eingelegt. Eine Mehrheit der Abgeordneten folgte damit am Mittwoch einem Antrag der Grünen. Der Einspruch ist allerdings für die Kommission nicht bindend.

Der deutsche Grüne Martin Häusling forderte die Brüsseler Behörde dennoch auf, ihre Entscheidung zu revidieren. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dürfe diese „Entscheidung der gewählten Volksvertreter“ nicht ignorieren. Er müsse dafür sorgen, dass die Zulassung dieser Genmais-Sorte schleunigst zurückgezogen werde, forderte Häusling. Die Mehrheit der EU-Bürgerinnen und Bürger wolle keine Lebens- und Futtermittel mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO). „Das muss auch die EU-Kommission begreifen.“

„Solange das Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen in der EU nicht reformiert wurde, sollten prinzipiell keine neuen GVO auf den europäischen Markt gelangen“, verlangte auch die SPD-Abgeordnete Susanne Melior. Es gebe widersprüchliche Studien über die Auswirkungen von Gen-Mais. Die Kommission müsse die Bedenken der Verbraucher ernst nehmen.

Das Europaparlament hatte vor einigen Wochen einen Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Zulassungspraxis von GVO mit großer Mehrheit zurückgewiesen. Vor allem Vertreter der Linken und Grünen fordern einen deutlich verbesserten Text, der klar definiert, was auf den EU-Markt gelangen darf und was nicht.

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