Katastrophen kosteten Versicherer 2015 rund 85 Milliarden Dollar

Der Swiss Re zufolge betrugen die finanziellen Schäden der Katastrophen insgesamt rund 85 Milliarden US-Dollar und lagen damit niedriger als in den vorangegangenen Jahren.

Schneestürme in den USA, das Erdbeben in Nepal und die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin: Natur- und menschengemachte Katastrophen haben in diesem Jahr wirtschaftliche Schäden in Höhe von rund 85 Milliarden Dollar (78 Milliarden Euro) verursacht. Dies sei ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (113 Milliarden Dollar), teilte die Versicherung Schweizer Rück am Freitag mit. Die Versicherungsunternehmen hätten von den Schäden in diesem Jahr 32 Milliarden Dollar übernommen.

Allein durch Naturkatastrophen wurden in diesem Jahr Schäden in Höhe von 74 Milliarden Dollar verursacht. Am teuersten wurden für die Versicherer die Schneestürme in den USA im Februar: Dafür mussten sie rund 2,1 Milliarden Dollar zahlen. Bei dem Erdbeben in Nepal, bei dem im April 9000 Menschen starben und 500.000 Häuser zerstört wurden, entstand ein Schaden in Höhe von mehr als sechs Milliarden Dollar. Die Versicherer hätten jedoch nur 160 Millionen Dollar zahlen müssen, erklärte Swiss Re.

Die für die Versicherer teuerste Katastrophe des Jahres 2015 dürften die Explosionen in der chinesischen Hafenstadt Tianjin werden. Ersten Schätzungen zufolge müssen die Versicherungskonzerne mindestens zwei Milliarden Dollar zahlen, die Kalkulationen dauern aber noch an. Bei den Explosionen waren im August ein Gefahrgutlager und die Umgebung komplett zerstört worden, mehr als 160 Menschen starben.

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